US-Diplomaten in Pakistan in Gefahr | Aktuell Asien | DW | 09.08.2013
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Aktuell Asien

US-Diplomaten in Pakistan in Gefahr

Nach neuen "spezifischen Drohungen" handeln die Vereinigten Staaten umgehend: Das US-Außenministerium zieht die meisten seiner Diplomaten aus dem pakistanischen Lahore ab.

Die USA haben den Großteil des Personals aus ihrem Konsulat in Lahore in Sicherheit gebracht. Die Mitarbeiter befänden sich nun in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, heißt es. Im Konsulat sei nur noch eine Notbesetzung geblieben.

Das Außenministerium in Washington begründete die Maßnahme mit konkreten Drohungen gegen die diplomatische Vertretung. Zudem wurden alle US-Bürger vor "nicht unbedingt notwendigen" Reisen nach Pakistan gewarnt. "Ausländische und einheimische Terrorgruppen" stellten eine potenzielle Gefahr für US-Bürger in ganz Pakistan dar. Amerikaner sollten alle Protestkundgebungen und große Menschenansammlungen meiden, so das Außenministerium weiter. Es erinnerte daran, dass es in Pakistan häufig zu Angriffen auf Zivilisten, Regierungseinrichtungen und ausländische Ziele komme.

Die meisten der Führer des Terrornetzwerkes Al-Kaida sollen sich in Pakistan aufhalten. Auch Al-Kaida-Chef Osama bin Laden war dort aufgespürt worden, ehe er von einem US-Spezialkommando getötet wurde.

Anschläge vereitelt

Bereits vergangene Woche hatten die USA vor Anschlägen auf westliche Einrichtungen gewarnt, doch lag dabei der Fokus bisher auf dem arabischen Raum. Fast zwei Dutzend US-Botschaften und Konsulate im Nahen Osten und Nordafrika wurden vorübergehend dichtgemacht. Im Jemen wurde auch die deutsche Botschaft geschlossen. Medien berichteten in den vergangenen Tagen, Grund seien Anschlagspläne der Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel gewesen. Die jemenitische Regierung hatte Mitte dieser Woche mitgeteilt, es seien mehrere Anschläge der Gruppe auf Städte im Süden, eine Gasleitung und eine Ölverladestation verhindert worden, bei denen auch ausländische Arbeiter als Geiseln genommen werden sollten.

In Saudi-Arabien wurden zwei Männer unter dem Verdacht festgenommen, Anschläge geplant zu haben. Die Tatverdächtigen stammen aus dem Jemen und dem Tschad, wie die amtliche Nachrichtenagentur Sapa meldete. Als weltgrößter Erdöl-Produzent und enger Verbündeter der USA gilt Saudi-Arabien als bevorzugtes Ziel der Al-Kaida.

wa/mm (afp, dpa, rtr)