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Aktuell Amerika

US-Demokraten küren Obama

Es ist vollbracht: Barack Obama wird nun auch ganz offiziell der Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei für die Wahl im November. Für Angriffe auf den politischen Gegner war Ex-Präsident Clinton zuständig.

Auf ihrem Parteitag in Charlotte im Bundesstaat North Carolina haben die US-Demokraten Barack Obama wieder zur "Nummer 1" gemacht. Die Delegierten entschieden mit überwältigender Mehrheit für den 51-jährigen Amtsinhaber. Herausforderer Obamas bei der Wahl am 6. November ist der Republikaner Mitt Romney.

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Clinton begeistert Delegierte

"Ziemlich simpel"

Zuvor hatte sich der frühere US-Präsident Bill Clinton für die Wiederwahl Obamas ins Zeug gelegt. Dieser habe von den Republikanern eine "zutiefst beschädigte Wirtschaft" geerbt, betonte Clinton. Der Präsident habe den Absturz gestoppt, die Erholung eingeleitet und "die Grundlage für eine modernere, ausgeglichenere Wirtschaft" gelegt. Außerdem pries er seinen Nachfolger dafür, sich stets um eine überparteiliche Politik bemüht zu haben. Das sei aber am Widerstand der Republikaner gescheitert. Clinton erklärte, er möchte einen Mann nominieren, "der nach außen cool wirkt, aber im Inneren für Amerika brennt".

Bill Clinton (Foto: Reuters)

Bill Clinton

Die Argumentation der Republikaner auf ihrem Parteitag vergangene Woche in Tampa sei "ziemlich simpel" gewesen, so Clinton. Sie laute: "Wir haben ihm ein totales Durcheinander hinterlassen, er ist mit dem Aufräumen noch nicht fertig, also feuert ihn und gebt uns wieder die Verantwortung."

Clinton hob in seiner Rede die unterschiedlichen politischen Ausrichtungen von Demokraten und Republikanern hervor. Während Romney und sein Vizekandidat Paul Ryan für ein egoistisches Gesellschaftsbild stünden, engagierten sich Obama und Vizepräsident Joe Biden für "gemeinsamen Wohlstand und gemeinsame Verantwortung". Die entscheidende Frage für die Präsidentschaftswahl am 6. November laute daher: "In was für einem Land wollt Ihr leben?", fragte der populäre Ex-Staatschef.

Demokraten fürchten Unwetter

Obama selbst, der am Mittwoch in Charlotte eintraf, hat seinen großen Auftritt zum Abschluss des dreitägigen Politikspektakels am Donnerstagabend (Ortszeit, Freitagmorgen MESZ). Ursprünglich sollte er unter freiem Himmel vor Zehntausenden Menschen in einem großen Sportstadion sprechen. Wegen schlechter Wetteraussichten wurde die Rede aber in die kleinere überdachte Arena verlegt, in der seit Dienstag der Parteitag stattfindet.

Hämische Kommentare der Republikaner, die Rede habe wegen mangelnden Interesses verlegt werden müssen, wiesen die Demokraten zurück. Nach ihren Angaben hatten sich "mehr als 65.000 Menschen" für Obamas Auftritt angemeldet.

wa/sti/hp (afp, dpa, dapd, rtr)

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