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Politik

US-Demokraten definieren sich ihren Präsidenten

Ted Kennedy, Teresa Heinz Kerry und - Ron Reagan, Sohn des republikanischen Ex-Präsidenten, - sprachen sich am zweiten Tag des Parteitages der US-Demokraten für den Präsidentschaftskandidaten John Kerry aus.

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Will First Lady der USA werden: Teresa Heinz Kerry

Am Dienstag (27.7.2004), dem zweiten Tag des Nominierungsparteitages der US-Demokraten in Boston, stand der Charakter und die Lebensleistung des Präsidentschaftskandidaten John Kerry im Mittelpunkt. Ehemalige Bewerber um die Nominierung, wie der Irakkriegsgegner Howard Dean oder Dick Gephardt priesen die Vorzüge Kerrys ebenso wie der Politikveteran Senator Ted Kennedy. Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Ehefrau John Kerrys, Teresa Heinz Kerry, die sich erstmals einem Millionenpublikum als mögliche First Lady der Vereinigten Staaten präsentierte.


Kerry als Kämpfer

Teresa Heinz Kerry in Boston John Kerry schaut Fernsehen

John Kerry schaut sich im Hotel seine Frau während ihrer Rede im Fernsehen an. Er bereitet sich auf seinen Auftritt am Donnerstag vor.

Der Abend begann bunt, als Vertreter der indianischen Urbevölkerung die Nationalhymne zum Besten gaben. Danach bekannte sich Ron Reagan, ein Sohn des republikanischen Ex-Präsidenten Ronald Reagan, zur Stimmabgabe für die Demokraten. Danach bot sich mit Teresa Heinz Kerry eine Tochter Afrikas als künftige First Lady der USA an. Die Ehefrau Kerrys wurde vor 65 Jahren in Mozambique geboren. Über John Kerry, den Mann und Politiker an ihrer Seite sagte sie: "John ist ein Kämpfer. Er hat seine Kriegsmedaillen auf altmodische Weise errungen, indem er sein Leben für unser Land riskiert hat. Keiner wird dieses Land engagierter verteidigen. Und zwar an vorderster Front." So wie damals in Vietnam als Kerry vier Monate lang das Kommando auf einem Patrolienboot im Mekongdelta führte.



Teresa Heinz Kerry in Boston

Teresa Heinz Kerry nach ihrer Rede mit ihren Söhnen Chris (links) und Andre

Die millionenschwere Erbin des Heinz-Ketchup-Unternehmens stellte aber auch den Umweltpolitiker Kerry heraus, der gegen den globalen Klimawechsel angeht. Und den erfahrenen Außenpolitiker: "Mit John Kerry als Präsidenten werden die Bündnisse, die unseren Globus zusammenhalten und die unser Land in Wirklichkeit sicher machen, wieder gestärkt", sagte seine Frau in Boston.

Ted Kennedy wirbt mit

Zuvor hatte eine Institution der Demokratischen Partei, der Senator und Politikveteran Ted Kennedy, die Bush-Regierung scharf angegriffen: wegen ihrer Polarisierung von Arm und Reich, ihrem Unilateralismus und dem verfehlten Krieg im Irak. Kennedy forderte: "Wir brauchen einen Präsidenten, der die Wunden der Nation heilt. Wir brauchen einen Präsidenten der ein Symbol für Respekt ist. Für den Respekt einer Welt , die nach Frieden verlangt. Wir brauchen John Kerry als unseren Präsidenten"

Ron Reagan in Boston für John Kerry

Ron Reagan, Son des republikanischen Ex-Präsidenten Ronald Reagan, spricht auf dem Demokraten-Kongress

Ins gleiche Horn stieß Howard Dean, der mit seinem strammen Anti-Bush-Kurs im Vorwahlkampf die Demokratische Partei aus ihrer Lethargie geweckt hatte. Er sagte: "Ich bin zwar nicht Euer Präsidentschaftskandidat, aber ich werde in den nächsten 100 Tagen alles dafür tun, damit John Kerry und John Edwards unser Land denen zurückgeben, die es aufgebaut haben." Der Dienstag war der Tag an dem es galt John Kerry als Politiker und Menschen zu definieren. Am Mittwoch (28.7.2004) wird Kerrys "Running Mate", der für den Posten des Vizepräsidenten vorgesehen ist, John Edwards zu den über 4000 Delegierten sprechen bevor. Am Donnerstag wird der Parteitag mit der Nominierungsrede von Kerry seinen Höhepunkt und Abschluss erreicht.

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