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Sport

US-Boys fürchten K.O. gegen Italien

Der dreimalige Weltmeister Italien kann nach dem Auftaktsieg über Ghana gegen die USA den Achtelfinaleinzug vorzeitig perfekt machen. Doch die USA erwarten in Kaiserslautern ein "Heimspiel".

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Noch mehr Fans als beim ersten Spiel erwarten die US-Spieler in Kaiserslautern

Im Kampf gegen Skandal-Nachrichten sowie um den vierten WM-Titel will sich Italiens Fußball-Elf erstmal auf den Achtelfinal-Einzug bei der Weltmeisterschaft konzentrieren. Die Spieler treten am Samstag in Kaiserslautern gegen die USA an (21.00 Uhr), und bis dahin wollen sie nur noch über sportliche Dinge reden, während der Manipulationsskandal im Hintergrund stehen soll.

Urteil kurz vor Finale

WM Fußball Italien Torwart Gianluigi Buffon

Genervter Gianluigi Buffon

In Italien wird unmittelbar vor dem WM-Finale am 9. Juli ein Gerichtsurteil über angeblich manipulierte Spiele erwartet. Von der Entscheidung des eingesetzten Tribunals hängt ab, ob die Spitzenvereine Juventus Turin und AC Mailand zum Zwangsabstieg verdonnert werden. In beiden Clubs spielen mehrere Top-Fußballer, die auch bei der Weltmeisterschaft in Deutschland auf dem Platz stehen.

Angesichts stetiger Fragen nach dem Skandal zeigte sich der italienische Torhüter Gianluigi Buffon etwas genervt: "Es ist an der Zeit, dass wir uns ausschließlich auf die Spiele konzentrieren. Wir sind doch hier bei einer WM, oder?" Superstar Francesco Totti legt energisch nach: "Der Skandal wird uns nicht schwächen. Basta!" Selbst Bruce Arena, US-Coach mit italienischen Wurzeln, muss mit bitterer Ironie feststellen. "Italien scheint an Skandale gewöhnt, sie spielen trotzdem gut. Vielleicht brauchen wir auch mal einen Skandal."

Auch Trainer Marcello Lippi spürt, dass die Stimmung im Team und im Land immer besser wird. "Das Spiel gegen Ghana hat uns Schwung gegeben. Den Trend wollen wir jetzt bestätigen", versichert der Nationalcoach, der zudem wieder alle Mann an Bord hat. Gianluca Zambrotta und Gennaro Gattuso stehen nach ausgestandenen Verletzungen zur Verfügung, Totti ist trotz einer erneuten Schienbeinprellung ebenfalls einsatzbereit.

In "K-Town" zuhause

WM Fußball USA Bruce Arena

US-Traine Bruce Arena

Lippi appelliert jedoch an sein Team, die USA trotz deren 0:3-Niederlage zum Auftakt gegen Tschechien nicht zu unterschätzen - zumal Arena ein völlig anderes Team ankündigt. "Wir werden nicht mehr mit dieser Elf spielen, und wir werden nicht mehr mit dieser Taktik auflaufen. Die habe ich schon in den Papierkorb geworfen", erklärt der US-Coach.

In Kaiserslautern - oder besser gesagt "K-Town" - können die US-Boys ein regelrechtes Heimspiel erwarten. Rund 55.000 Amerikaner leben in der Gegend. "Wir freuen uns auf die amerikanischen Fans", sagt Arena. (mas)

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