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Fußball

US-Boys überraschen Spanien

Die Siegesserie des Europameisters ist gerissen. Die USA stehen im Finale des Confederations Cups und feiern schon jetzt den größten Erfolg ihrer Länderspielgeschichte.

Zweikampf zwischen dem Spanier Sergio Ramos und dem Amerikaner Clint Dempsey (Foto: AP)

Aua! Das war's: Spanien und Sergio Ramos (l.) sind ausgeschieden

Eigentlich haben Fans und Experten nur noch darüber gefachsimpelt, wer das Finale beim Fußball-Confederations-Cup in Südafrika wohl gewinnen wird: Brasilien oder Spanien? Die Halbfinalpartien wurden einfach übergangen. Den Außenseiter USA hat das offenbar beflügelt, denn die Amerikaner bezwangen den Europameister Spanien im ersten Semifinale am Mittwoch (24.06.2009) nicht einmal unverdient 2:0 (1:0).

Die US-Boys spielten von Beginn an frech nach vorn und wurden nach einer knappen halben Stunde durch das Tor von Jozy Altidore mit der 1:0-Führung belohnt. Die Spanier kamen an dem bis dato kältesten Tag des Jahres in Südafrika, mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, lange Zeit nicht auf Touren.

Zweikampf zwischen dem Amerikaner Jonathan Spector und dem Spanier Albert Riera (Foto: AP)

Jonathan Spector (l.) und seine Amerikaner waren bissig - hier gegen Spaniens Albert Riera

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der Europameister, spielte beinahe nur noch auf ein Tor, doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Ganz anders auf der anderen Seite: Der Außenseiter USA hatte nur noch eine Torchance in Halbzeit zwei, nutzte diese aber eiskalt zum 2:0. Nach einem dicken Patzer in der spanischen Abwehr war es Clint Dempsey, der mit seinem Treffer eine Viertelstunde vor Schluss für die Vorentscheidung sorgte.

Erste Pleite nach 35 Spielen

Für Spanien endet mit dieser Niederlage eine beachtliche Siegesserie. Die Iberer haben erstmals seit zweieinhalb Jahren und 35 Spielen (!) verloren. Sie bleiben aber Weltrekordhalter, denn keiner anderen Nationalmannschaft gelangen 15 Siege in Folge.

Für die USA bedeutet der Einzug ins Finale des Confed Cups den größten Erfolg in ihrer Länderspielgeschichte. Einziger Wermutstropfen war für sie die Rote Karte gegen Mönchengladbachs Michael Bradley, der nun im Endspiel zusehen muss.

Stolpert Brasilien?

Der Südafrikaner Bernard Parker stoppt den Ball mit der Brust (Foto: AP)

Bleibt die breite Brust? Bernard Parker und Südafrika müssen gegen Brasilien ran

Für "Bafana Bafana" ist es das Spiel der Spiele, für Kaka und Co. nur eine Zwischenstation: Im zweiten Halbfinale gehen die ungleichen Gegner Südafrika und Brasilien mit ganz unterschiedlichen Gefühlen in die Partie. "Ich kann gar nicht beschreiben, wie wundervoll es ist, in diesem Spiel zu stehen", sagt der südafrikanische Mittelfeldspieler Benson Mhlongo vor dem Duell mit dem Rekordweltmeister am Donnerstag im Ellis Park von Johannesburg: "Das ist ein großer Tag für uns, ein Moment, den die Nation feiert."

Weit weniger emotional sehen die Brasilianer die nächste bunte und laute Party der Gastgeber. Sie haben das Endspiel am Sonntag und den möglichen Triumph beim Konföderationenpokal schon fest im Blick. Südafrika wäre aber zu gern ein Stolperstein wie die USA.

Autor: Benjamin Wüst
Redaktion: Tobias Oelmaier

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