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Diplomatische Verstimmungen

US-Botschaft schränkt Visavergabe in Russland stark ein

Wegen Personalkürzungen wird die Vergabe von Visa an Russen stark eingeschränkt. Ab Mittwoch würden für zehn Tage keine Touristen-, Studenten- oder Arbeitsvisa mehr ausgegeben, so die US-Botschaft in Moskau.

Nach Angaben der US-Botschaft werden die Leistungen so lange eingeschränkt, bis die Mitarbeiterzahl wieder aufgestockt wird. In Moskau werde der Visa-Dienst ab dem 1. September wieder aufgenommen. In den russischen Konsulaten in St. Petersburg, Jekaterinburg und Wladiwostok blieben Antragsbearbeitungen auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow kritisierte den Schritt scharf: Die USA wollten in der russischen Bevölkerung Unmut über die russische Führung schüren, sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Zuvor hatte des russische Staatspräsident Wladimir Putin als Reaktion auf verschärfte US-Sanktionen gegen sein Land verlangt, die Zahl der US-Diplomaten in seinem Land auf 455 zu reduzieren - dies entspricht der Zahl der russischen Diplomaten in den Vereinigten Staaten. Betroffen sind mehr als 750 Stellen. Die nun erfolgten Einschränkungen der Visafreigabe für Russen sehen politische Beobachter als Retourkutsche der USA.

Vize-Außenminister Antonow neuer Botschafter in Washington

Auf dem jetzigen Tiefpunkt der Beziehungen hat der Kreml seinen bisherigen Vize-Außenminister Anatoli Antonow zum neuen Botschafter in Washington ernannt. Der 62-jährige gilt als erfahrener Diplomat und hartnäckiger Verhandler.

Antonow tritt die Nachfolge von Sergej Kisljak an. Diesem werfen US-Medien vor, während des Präsidentschaftswahlkampfs im vergangenen Jahr konspirativ für den Sieg von Donald Trump gearbeitet zu haben.

HF/uh (afpd, dpa)

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