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USA/Korea

US-Bomber nehmen an Militärübung in Südkorea teil

Kurz vor Beginn der Asien-Reise von US-Präsident Donald Trump demonstrieren die US-Luftstreitkräfte gemeinsam mit japanischen und südkoreanischen Kampfjets ihre Macht. Laut Air Force handelt es sich um reine Routine.

Zwei amerikanische Langstreckenbomber vom Typ B-1B haben erneut an Übungen nahe der koreanischen Halbinsel teilgenommen. Die Übungsflüge wurden gemeinsam mit südkoreanischen und japanischen Kampfjets durchgeführt, berichteten US-Medien unter Berufung auf die amerikanischen Luftstreitkräfte. Laut Air Force seien die Manöver als Teil der "stetigen Bomber-Präsenz" in der Region geplant gewesen und nicht als Antwort auf aktuelle Ereignisse.

Die USA hatten in den vergangenen Monaten mehrfach Bomber zu sogenannten Abschreckungsübungen nach Südkorea geschickt. Die nordkoreanischen Staatsmedien, die ebenfalls über die jüngsten Übungsflüge der B-1B-Bomber berichteten, warfen den USA vor, die Regierung in Pjöngjang damit bedrohen und erpressen zu wollen. 

Donald Trump (picture-alliance/AP Photo/B. Anderson)

Dass Trump sich während seines Asien-Besuchs verbal zurückhalten wird, bezweifeln viele

Die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang hatten sich in den letzten Monaten durch die zahlreichen Atomwaffen- und Raketentests Nordkoreas massiv verschärft. Anfang September führte Nordkorea seinen sechsten Atomwaffentest durch. Zudem feuerte das Land mehrfach Mittelstreckenraketen über Japan hinweg in den Pazifik.

Rhetorische Kriegserklärung

US-Präsident Trump drohte Nordkorea daraufhin Ende September mit "vollständiger Zerstörung". Die nordkoreanischen Staatsmedien bezeichneten diese Aussage als "Kriegserklärung". Zuletzt betonten US-Außenminister Rex Tillerson und US-Verteidigungsminister James Mattis jedoch mehrfach, die USA wollten eine diplomatische Lösung.

Die USA erwägen allerdings, Nordkorea wieder auf ihre Liste von Terror-Unterstützerstaaten aufzunehmen, von der das Land 2008 gestrichen wurde. Der nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster sagte in Washington, dies könne Teil der US-Strategie sein, das Raketen- und Atomprogramm des kommunistisch regierten Landes zu bekämpfen. Die Koreakrise wird ein Schwerpunkt der ersten Asienreise Trumps sein.

jv/pg (dpa, afp, rtr)

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