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Militär und Diplomatie

US-Bomber überfliegen Südchinesisches Meer

Das US-Militär zeigt im Südchinesischen Meer Stärke. Das Manöver kurz vor der Begegnung der beiden Staatschefs hat mehr als symbolische Bedeutung. Wie gefährlich ist es, wenn Trump hier "mit dem Säbel rasselt"?

Kurz vor einem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels haben zwei amerikanische Langstreckenbomber das - von der chinesischen Regierung beanspruchte - Südchinesische Meer überflogen. Das US-Militär bekräftigte damit faktisch, dass es das Gebiet als internationales Territorium ansieht. Ein Affront? Ein chinesischer Außenamtssprecher sagte, sein Land habe kein Problem mit dem Prinzip der Navigationsfreiheit. "Aber China ist entschieden dagegen, dass einzelne Staaten das Banner freier Navigation und Überflüge verwenden, um militärische Macht zur Schau zu tragen und der chinesischen Souveränität und Sicherheit zu schaden."

Start in Guam

Mit anderen Worten: Peking ist nicht amüsiert. Die beiden Bomber vom Typ B-1B Lancer (Artikelbild rechts, Archiv) waren am Donnerstag von der Pazifikinsel Guam abgehoben, einem US-Außengebiet. Die US-Luftwaffe teilte dies am Freitag nur kurz vor dem offiziellen Beginn des G20-Gipfels in Hamburg mit. Es wurde erwartet, dass Trump und Xi dabei über die Nordkorea-Krise beraten würden.

Die Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer sind seit Jahren Zankapfel zwischen den Anrainern. China reklamiert nahezu das gesamte Gebiet für sich. Die Volksrepublik hat auf kleinen Inseln und Riffen militärische Einrichtungen aufgebaut. Die USA haben dies stets kritisiert.

ml/jj (dpa, rtr, afp)