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Wirtschaft

US-Börsen drücken DAX und Nemax ins Minus

Das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher stieg im Januar auf den höchsten Stand seit August 2001. Der Börse half das jedoch nicht.

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New York

Bis zum Nachmittag konnten sich die deutschen Standardwerte noch oberhalb der Null-Linie halten, dann rutschte auch der DAX in Minus. Zu Handelsschluß notierte der Leit-Index 1,4 Prozent schwächer bei 5085 Punkten. Am Neuen Markt fiel der Nemax-50-Index um 1,9 Prozent auf 1153 Zähler.

Händler begründeten dies mit dem Sog schwacher US-Börsen. In New York fielen die Kurse, obwohl die amerikanischen Verbraucher wieder optimischer in die Zukunft schauen. Der Index für Verbrauchervertrauen, der monatlich von einem privaten Institut erstellt wird, gilt als wichtiger Hinweis auf die Entwicklung der US-Konjunktur. Im Januar ist er auf den höchsten Stand seit August 2001 gestiegen und hat die Erwartungen vieler Experten übertroffen.

Zu den wenigen Titeln, die in Frankfurt den Tag mit Gewinnen beendeten, gehörten zwei Autowerte. Die gesamte Branche profitiere von der aktuellen Euro-Schwäche, die den Export begünstige, sagte ein Analyst. Auch verdichteten sich die Hinweise, dass die weltweiten Absatzzahlen nicht so stark zurückgehen, wie dies noch im September befürchtet worden war. Die Aktien von BMW und VW legten jeweils um knapp zwei Prozent zu. DaimlerChrysler schloß dagegen im Minus.

Papiere der Deutschen Telekom verloren fast vier Prozent. Händler begründeten dies erneut mit Presseberichten, nach denen das Kartellamt dem Unternehmen Liberty Media verbieten will, das Fernseh-Kabelnetz der Telekom zu übernehmen. Das Kartellamt hat nach eigenen Angaben noch keine derartige Entscheidung getroffen.

Die Aktien der Münchner Rück, der HypoVereinsbank und der Commerzbank konnten sich lange in der Gewinnzone halten, bevor auch sie ins Minus drehten. Nach wie vor gibt es Gerüchte, nach denen die Münchner Rück einen Zusammenschluß mit den beiden Bankhäusern anstrebt. Der Versicherer hält bereits über zehn Prozent an der Commerzbank und über 26 Prozent an der HypoVereinsbank. Hinzu kamen heute Presseberichte, laut denen die Münchner Rück weitere Commerzbank-Aktien kaufen will. Die Müncher Rück lehnte einen Kommentar allerdings ab.

Größter Verlierer im DAX war die Aktie des Finanzdienstleisters MLP. Bei geringen Umsätzen gab sie zwei Tage vor Präsentation der Geschäftszahlen vier Prozent ab.

Der Rentenmarkt tendierte fester. Der Richtung weisende Bund-Future legte um 0,1 Prozent auf 107,40 Zähler zu. Der Rentenmarkt-Index REX gewann 0,25 Prozent auf 112,66 Punkte. Die Umlaufrendite lag unverändert zum Vortag bei 4,82 Prozent.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 76,70 -2,62
Allianz 265,50 -3,39
BASF 44,12 -0,59
Bayer 36,55 -0,72
Bay. HypoVereinsbank 35,70 -0,30
BMW 41,00 0,72
Commerzbank 19,62 -0,30
DaimlerChrysler 47,50 -0,97
Degussa 31,90 -0,26
Deutsche Bank 73,25 -1,90
Deutsche Post 15,00 -0,09
Deutsche Telekom 16,68 -0,62
E.ON 58,51 -0,70
Epcos 46,89 -0,35
Fresenius Medical Care 65,30 -1,76
Henkel 63,61 -0,45
Infineon Technologies 23,18 -0,16
Linde 47,60 -0,71
Lufthansa 17,06 -0,04
MAN 26,60 -0,17
Metro 37,15 -0,75
MLP 74,00 -3,05
Münchener Rück 274,75 -1,19
Preussag 34,46 0,44
RWE 43,00 -0,27
SAP 164,00 -3,50
Schering 64,75 0,75
Siemens 69,30 -1,65
ThyssenKrupp 16,50 -0,15
VW 54,20 1,00


Die Referenzkurse der EZB. Ein Euro entspricht:

0,8624 US-Dollar
114,94 jap. Yen
0,6106 brit. Pfund

  • Datum 29.01.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1loH
  • Datum 29.01.2002
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