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Wirtschaft

US-Börsen drücken auf DAX und Nemax

Nachdem die meisten deutschen Aktien die Osterwoche zunächst freundlich begonnen hatten, sorgten am Nachmittag die schwachen US-Börsen für Druck. Besonders Autowerte verloren.

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Der Deutsche Aktienindex DAX verlor 0,9 Prozent und schloß bei 5317 Punkten. Am Neuen Markt gab der Nemax-50-Index 0,5 Prozent auf 1029 Zähler ab. Die Umsätze blieben allerdings gering, sagten Händler.

Titel der Deutschen Bank legten leicht zu. Die Deutsche Bank hatte angekündigt, sie wolle eigene Aktien zurückkaufen. Das kam am Markt gut an. Getrübt wurde die Freude allerdings durch einen verhaltenen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2002.

An der Spitze der DAX-Werte stand das Papier des Finanzdienstleisters MLP mit einem Plus von 1,4 Prozent.
Ein Händler sagte, die Börse habe MLP wieder als Wachstumswert mit Potenzial entdeckt.

Auf der Verliererseite befanden sich dagegen Autowerte. BMW, Volkswagen und DaimlerChrysler verzeichneten jeweils Abschläge um die drei Prozent. Händler begründeten die Verluste vor allem mit Gewinnmitnahmen nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Wochen. Bei DaimlerChrysler kam noch hinzu, dass ein Gericht in den USA eine Milliardenklage gegen das Unternehmen offiziell zugelassen hat.

Der US-Milliardär und Investor Kirk Kerkorian hatte DaimlerChrysler auf acht Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt, und ein Gericht im US-Bundesstaat Delaware hat diese Klage nun zugelassen. Kerkorians Vorwurf: Daimler-Chef Jürgen Schrempp habe von Anfang an keine gleichberechtigte Fusion mit Chrysler geplant, sondern schlicht eine Übernahme.

Stark zulegen konnte die Aktie der Telefongesellschaft MobilCom, die am Neuen Markt gelistet ist. Grund für den Anstieg war ein Zeitungsbericht, wonach France Télécom den größten Teil der Aktien von Mobilcom-Chef Gerhard Schmid erwerben will. Händler sagten, es sei für beide Unternehmen das Beste, wenn der Streit zwischen Mutter und Tochter beigelegt werde. Am Montag kletterte die MobilCom-Aktie um neun Prozent nach oben.

Der Rentenmarkt zeigte sich schwächer. Der Rentenindex REX verlor 0,2 Prozent auf 110,77 Punkte. Der Bund-Future fiel 0,2 Prozent auf 104,61 Zähler. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 5,16 Prozent fest, fünf Basispunkte höher als am Freitag.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 80,90 -0,32
Allianz 268,15 -2,85
BASF 47,00 -0,20
Bayer 39,45 0,32
Bay. HypoVereinsbank 40,60 0,00
BMW 45,50 -1,55
Commerzbank 20,53 -0,17
DaimlerChrysler 52,05 -1,65
Degussa 36,25 -0,32
Deutsche Bank 73,05 0,15
Deutsche Post 17,36 -0,02
Deutsche Telekom 16,94 -0,16
E.ON 56,50 0,28
Epcos 51,23 -0,72
Fresenius Medical Care 68,50 -1,80
Henkel 71,00 -0,12
Infineon Technologies 24,90 -0,19
Linde 56,12 -0,32
Lufthansa 18,00 -0,14
MAN 28,39 0,24
Metro 38,50 -0,22
MLP 77,50 1,10
Münchener Rück 280,25 -2,63
Preussag 34,08 0,03
RWE 42,51 -0,14
SAP 169,10 -0,35
Schering 67,30 0,10
Siemens 73,60 -1,25
ThyssenKrupp 17,96 -0,11
VW 60,59 -1,56

Die Referenzkurse der EZB für einige Devisen. Ein Euro kostet:
0,8759 US-Dollar
116,66 jap. Yen
0,6135 brit. Pfund

  • Datum 25.03.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/21wt
  • Datum 25.03.2002
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