US-Autoriese Ford wegen Abgas-Vorwürfen verklagt | Aktuell Amerika | DW | 10.01.2018
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Diesel-Skandal

US-Autoriese Ford wegen Abgas-Vorwürfen verklagt

Bislang ist der US-Autobauer Ford weitgehend vom Dieselskandal verschont geblieben. Doch nun hat eine Anwaltskanzlei Klage eingereicht. Der Vorwurf: Ford soll ähnlich wie Volkswagen bei Abgastests geschummelt haben.

Der US-Autobauer Ford ist in den USA wegen des Vorwurfs der Manipulation an Dieselmotoren verklagt worden. In der Klageschrift wirft die Anwaltskanzlei Hagens Berman dem Autobauer vor, ähnlich wie Volkswagen Abschaltvorrichtungen eingesetzt zu haben, um Abgastests zu bestehen.

Betroffen sind demnach Pickup-Geländewagen der Typen F-250 und F-350. Unter realen Bedingungen stießen die Motoren zwei Mal so viele gesundheitsschädliche Stickoxid-Gase aus wie erlaubt. Ford wies die Anschuldigungen zurück. Alle Fahrzeuge des Autobauers erfüllten die Vorschriften der US-Umweltbehörde EPA, erklärte das Unternehmen.

Vorwürfe auch gegen Bosch

In der Klageschrift wird auch der deutsche Zulieferer Bosch als Beschuldigter geführt. Der Konzern war bereits beim VW-Skandal ins Visier der US-Justiz geraten, weil die zur Manipulation genutzte Software von ihm stammte. Bosch wollte sich mit Verweis auf laufende Verfahren nicht zu den Details des neuen Falls äußern. Generell nehme Bosch die Vorwürfe der Manipulation von Dieselsoftware aber sehr ernst und kooperiere uneingeschränkt mit den zuständigen Behörden, sagte ein Sprecher.

Die Kanzlei Hagens Berman hat bereits ähnliche Sammelklagen gegen Volkswagen, Fiat Chrysler, General Motors und Daimler eingereicht. Bislang kam dies nur VW teuer zu stehen. Die Wolfsburger hatten 2015 eingeräumt, in großem Stil bei Abgastests getrickst zu haben. Die anderen Konzerne weisen dies zurück.

cr/qu (dpa, rtr)