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Wirtschaft

US-Autobauer verschärfen Sparmaßnahmen

Die ums Überleben kämpfenden US-Autobauer greifen zu immer drastischeren Sparmaßnahmen. Auch von einer Fusion von General Motors und Chrysler ist wieder die Rede.

Symbolbild General Motors und Chrysler

Kommt die Großfusion?

Die Opel-Mutter General Motors (GM) stoppt vorerst Bauarbeiten an einem neuen US-Werk für sparsame Motoren, wie am Donnerstag (18.12.2008) bekannt wurde. Die geplante Fabrik ist ein Herzstück für die von GM angekündigte neue umweltfreundliche Modellpalette, zu der als Prestigeprojekt auch das Elektroauto Chevrolet Volt zählt.

Der Baustopp sei nur vorübergehend, betonte eine Konzernsprecherin laut US-Medien. Der für das Jahr 2010 geplante Start der Produktion und des Volt-Elektroautos sei dadurch nicht gefährdet. In der Fabrik sollen später Motoren für sparsame Kleinwagen sowie Generatoren zur Stromerzeugung im Volt gebaut werden.

Ein Monat Zwangspause bei Chrysler

Hauptquartier von General Motors in Detroit (Quelle: AP)

Hauptquartier von General Motors in Detroit

Der drittgrößte US-Autokonzern Chrysler macht ab Freitag alle 30 Produktionsstätten in Nordamerika für einen Monat dicht. Das kündigte das Unternehmen am Mittwoch in Detroit an. Damit soll der sinkenden Nachfrage Rechnung getragen und Geld eingespart werden.

Der Arbeit in den 30 Chrysler-Werken soll mit dem Ende der Schicht am Freitag bis zum 19. Januar eingestellt werden. Vier Werke bleiben sogar über diese Vier-Wochen-Frist hinaus fürs erste geschlossen.

Kampf um Staatsgelder

General-Motors-Chef Richard Wagoner, Chrysler-Chef Robert Nardelli und Ford-Chef Alan Mulally (Quelle: AP)

General-Motors-Chef Richard Wagoner, Chrysler-Chef Robert Nardelli und Ford-Chef Alan Mulally (von links)

GM und Chrysler nehmen nach einem Pressebericht ihre Fusionsgespräche wieder auf. Chrysler-Mehrheitseigner Cerberus habe die Initiative ergriffen und seine Bereitschaft signalisiert, Anteile herzugeben, schreibt die Zeitung "Wall Street Journal" von Donnerstag unter Berufung auf informierte Kreise.

Nach Angaben der Zeitung will Cerberus damit den Staat gnädig stimmen, ohne dessen Milliardenhilfen sowohl GM als auch Chrysler vor der Pleite stehen.

Die Opel-Mutter General Motors hatte die Gespräche über eine Partnerschaft mit Chrysler im Oktober unterbrochen, um sich ganz auf die Lösung seiner akuten Geldprobleme zu konzentrieren. Presseberichten zufolge benötigen GM und Chrysler zur Finanzierung eines Zusammenschlusses mindestens zehn Milliarden US-Dollar. Bei einer Fusion entstünde der nach Absatz weltgrößte Automobilhersteller. (kas)

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