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Aktuell Welt

US-Außenminister sagt gemäßigter Opposition Syriens weitere Hilfe zu

Nach dem Vormarsch der Terrorarmee Isis erinnern sich die USA wieder an die gemäßigten Kräfte bei den Aufständischen: Außenminister Kerry traf in Saudi-Arabien auch den syrischen Oppositionsführer al-Dscharba.

In Washington berät der amerikanische Kongress über eine halbe Milliarde Dollar Unterstützung für die moderaten Opposition in Syrien. Der Vorsitzende der gemäßigten Syrischen Nationalen Koalition (SNC), Ahmed al-Dscharba, forderte mehr internationale Hilfe in einem oft aussichtslosen Aufstand gegen das Regime von Baschar al-Assad. Bei einem Treffen mit US-Außenminister John Kerry in Saudi-Arabien (Artikelfoto) verwies er dabei insbesondere auf die neue, zusätzliche Herausforderung durch die sunnitischen Milizen der Isis, die eine blutige Spur durch die gesamte Region ziehen.

Kerry sagte, den moderaten Rebellen könne eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Dschihadisten der Isis zukommen. Al-Dscharba habe zudem wichtigen Einfluss bis in den Irak hinein, lobte der US-Chefdiplomat bei der Begegnung auf dem Flughafen von Dschiddah.

Das Treffen wurde von einem schweren Streit über die Besetzung der militärischen Führung der Aufständischen in Syrien überschattet. Der Ministerpräsident Ahmed Tome der von der Opposition selbst ernannten intermsregierung hatte am Donnerstag FSA-Generalstabschef Abdel Illah al-Baschir abgesetzt und den obersten Militärrat aufgelöst. Zugleich rief er die "revolutionären Kräfte" dazu auf, innerhalb eines Monats eine neue militärische Führung zu bilden. Die Freie Syrische Armee (FSA) wies die Entscheidungen am Freitag jedoch zurück.

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama bat den Kongress um die Freigabe von 500 Millionen Dollar (367 Millionen Euro), um den gemäßigter Rebellen in Syrien unter die Arme greifen zu können. Das Geld solle für Ausstattung und Training verwendet werden. Ziel sei es auch, damit die von der Opposition kontrollierten Gebiete zu stabilisieren, wichtige öffentliche Dienste sicherzustellen und terroristischen Bedrohungen zu begegnen. Konkrete Pläne, gemäßigte Gruppen zu bewaffnen und auszubilden, lägen allerdings noch nicht vor, betonten Vertreter der Regierung und des US-Militärs laut "New York Times".

Kerry wurde auf seiner Reise durch mehrere arabische Länder in Saudi-Arabien auch von König Abdullah empfangen und traf den Außenminister Prinz Saud al-Faisal. Die Führung der ölreichen Monarchie hat wiederholt Vorwürfe dementiert, zu den wichtigsten Unterstützern der sunnitischen Isis gegen die Schiiten zu gehören.

SC/gmf (APE, dpa, rtr)