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Ur-Elefant aus dem Eis

Vor Millionen von Jahren gab es nicht nur Saurier und Säbelzahntiger, sondern auch riesige Ur-Elefanten. Das Skelett eines solchen Rüsseltiers ist jetzt zum "Fossil des Jahres" gekürt worden.

Das zwölf Millionen Jahre alte Skelett eines Elefanten der Gattung Gomphoterium wurde von der Paläontologischen Gesellschaft mit dem Titel ausgezeichnet. Der massive Ur-Elefant hatte vier Stoßzähne. Mit einer Schulterhöhe von drei Metern und einer Körperlänge von fünf Metern stellt sein Skelett einen weltweit äußerst seltenen Fund voreiszeitlicher Rüsseltiere dar.

Das Fossil wurde vor gut 40 Jahren aus dem Bett des Inn geborgen. Ein Hobbyangler hatte den Schädel des Tiers in dem Fluss in Bayern entdeckt. Unter hohem logistischem und präparativen Aufwand konnte der Fund geborgen werden. Seitdem wird er in der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München aufbewahrt.

Bis vor der letzten Eiszeit vor ungefähr fünf Millionen Jahren waren die Riesenelefanten auf der ganzen Welt verbreitet. Die Tiere zogen auch durch die subtropische Fauna in Mitteleuropa. Sie sind die Vorläufer der heute nur noch in Asien und Afrika vorkommenden Elefanten.

Ein vollständiges Skelett wie das in München wurde bisher nirgends gefunden. "Deswegen ist es ein sehr wichtiges Referenzstück, um den Ablauf der Erdgeschichte zu verdeutlichen", sagte Gertrud Rößner, die Konservatorin für fossile Säugetiere in dem Museum. 

il/uh (dpa, Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie)

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