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Reise

UNWTO verurteilt US-Einreisestopp

Die Welttourismusorganisation (UNWTO) hat sich in deutlichen Worten gegen den US-Einreisestopp für Bürger mehrerer muslimischer Länder positioniert.

Die UN-Organisation sehe die Maßnahme mit "tiefer Besorgnis" und verurteilte sie scharf, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme.

"Das Bild eines Landes, das Reisebeschränkungen in solch feindseliger Art verhängt", werde zweifellos eine Wirkung auf internationale Touristen haben und könne das Interesse an Reisen in die USA deutlich dämpfen, erklärte UNWTO-Direktor Taleb Rifai. "Abschottung und diskriminierende Maßnahmen anstelle von besseren Sicherheitsvorkehrungen werden Spannungen und Bedrohungen wachsen lassen", warnte Rifai.

Der Einreisestopp widerspreche "den Prinzipien der Reisefreiheit" und beeinträchtige Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen durch die Tourismusbranche, hieß es in der UNWTO-Stellungnahme weiter.

Der neue US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag die Anordnung erlassen, dass Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern in Nahost und Afrika 90 Tage lang keine Visa für die USA erhalten. Allen Flüchtlingen ist die Einreise in die USA für 120 Tage untersagt, syrischen Flüchtlingen sogar auf unbestimmte Zeit. 

isi/at (afp)