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Kultur

Unwort des Jahres heißt "Gotteskrieger"

„Kein Glaube an einen Gott gleich welcher Religion kann einen Krieg oder gar Terroranschläge rechtfertigen,“ hieß es in der Begründung der Jury in Frankfurt.

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Auf Platz zwei kam der "Kreuzzug" als Umschreibung der militärischen Vergeltung. Auf Rang drei wurde die "extrem verharmlosende Benennung" von Osama bin Laden als Topterrorist gesetzt.

Die Formulierungen wurden aus rund 1400 Zuschriften mit 727 verschiedenen Vorschlägen ausgewählt. Mit dem "Unwort" werden Begriffe gerügt, "welche die Erfordernisse sachlicher Angemessenheit und humanen Miteinanders besonders deutlich verfehlen". In der Jury sitzen vier Sprachwissenschaftler und in diesem Jahr auch der ehemalige ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser sowie die TV-Moderatorin Maybrit Illner. Sprecher ist der Frankfurter Germanist Horst Dieter Schlosser. Das Unwort wird seit 1991 gekürt.

Das "Wort des Jahres", das die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden auswählt, war 2001 "Der 11. September". Das Unwort des Jahres 2000 lautete "National befreite Zone", die zynisch heroisierende Umschreibung einer Region, die von Rechtsextremisten terrorisiert wird. 1999 wurde "Kollateralschaden" als Unwort gewählt, ein verharmlosender Ausdruck für die Tötung Unschuldiger als Nebensächlichkeit im Kosovo-Krieg. (pg)

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