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Aktuell Deutschland

Unwetterfront tobt über Norddeutschland

Nach der großen Hitze jetzt Gewitter, Hagel und Starkregen vor allem im Norden der Bundesrepublik: Der Wetterdienst warnt in den Küstenregionen vor Orkanböen. Aus Niedersachsen wurde ein Todesopfer gemeldet.

Schwere Unwetter in Hamburg (Picture alliance/dpa/A. Heimken)

Sintflutartiger Regen und Hagel auf den Straßen Hamburgs

In Hamburg zeichnete sich eine explosive Mischung am Himmel ab: innerhalb weniger Minuten verdunkelte sich alles und dann brach ein sintflutartiger Regen aus den Wolken. Dazu kamen laut Norddeutschem Rundfunk Hagelschauer und Sturmböen. Ein Tornado hinterließ im Kreis Harburg große Verwüstungen, wie die Feuerwehr berichtete. Dächer flogen durch die Gegend, Bäume knickten um. Eine Schafherde soll bei Fliegenberg unter Bäumen regelrecht begraben worden sein.

Schwere Unwetter in Hamburg (Picture alliance/dpa/D. Bockwoldt)

Umgestürzte Bäume gefährden Menschen sowie den Straßen- und Bahnverkehr

Ein besonders traurige Nachricht kam aus der Nähe von Uelzen. Ein 50 Jahre alter Mann hatte während des Sturms in einem Auto auf einem Parkplatz gewartet, als ein Baum auf den Wagen stürzte. Seine Frau überlebte leicht verletzt, für den Mann kam jede Hilfe zu spät, wie die Polizei in Lüneburg mitteilte. Unweit davon wurde eine Radfahrerin auf einer Hauptstraße von herumfliegenden Ästen getroffen und schwer verletzt.

Meteorologe Andreas Friedrich sprach im NDR von einer "Schwergewitterlage", und das sei bislang "nur die Vorhut". Die Kaltfront von Tief "Paul" treffe auf die in den vergangenen Tagen sehr aufgeheizte Luft. Die Unwetterfront breite sich vom Emsland Richtung Osten aus, wo es in der Nacht dann ordentlich krachen könne, so die Wetterexperten an der Küste. 

Schwere Unwetter in Hamburg (Picture alliance/dpa/A. Heimken)

Explosiver Wettermix über Hamburg: eine Gewitterzelle schiebt sich über die Innenstadt

Flug- und Bahnbetrieb betroffen 

Wegen der heraufziehenden Turbulenzen wurde der Flugverkehr an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel eingeschränkt. Erste Maschinen blieben am Boden.

Die Deutsche Bahn stellte den Verkehr zwischen Hannover, Hamburg, Kiel und Bremen ein. Das regionale Bahnunternehmen Metronom teilte mit, durch das starke Unwetter und dadurch umgestürzte Bäume seien Strecken kaum oder nur mit großen Einschränkungen zu befahren. 

Beim Hurricane-Musikfestival im niedersächsischen Scheeßel forderten die Veranstalter die Besucher auf, ihre Anreise auf Freitag zu verschieben.

SC/uh (NDR, afp, dpa)