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Aktuell Deutschland

Unwetter fegen über Deutschland

Nach der Hitze vom Wochenende sind schwere Unwetter über Deutschland gezogen. Es krachte vor allem im Süden und Osten heftig. Sturm, Gewitter und Regen verletzten mehrere Menschen und richteten hohe Schäden an.

In Sigmaringen in Baden-Württemberg mussten sich am Sonntagmittag 2500 Pfadfinder in eine Bundeswehrkaserne retten. Sturmböen hatten Schäden an ihrem Zeltlager angerichtet, wie die Polizei mitteilte. Zehn Menschen kamen verletzt in Krankenhäuser.

In Schwaben und der Oberpfalz blockierten entwurzelte Bäume Straßen und Bahnstrecken. In Neu-Ulm wurde ein Mensch schwer verletzt, als bei der Veranstaltung eines Hundesportvereins ein Zelt einstürzte. In Regensburg deckte der Sturm nach Polizeiangaben die Blechdächer mehrerer Rohbauten ab.

Land unter auch im Osten

Am Nachmittag und Abend erreichten die Unwetter den Osten Deutschlands. Starker Regen und Hagel überfluteten die Autobahn 4 bei Jena. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz, um das gestaute Wasser von der Fahrbahn zu pumpen. Wie die Polizeit mitteilte, staute sich der Verkehr auf bis zu 17 Kilometer.

Land unter hieß es auch in Berlin: In der Nacht zum Montag setzte starker Regen im Ortsteil Friedenau zahlreiche Straßen und Keller unter Wasser. In einer gefluteten Tiefgarage beschädigten die Wassermassen zwölf Autos. Die Berliner Feuerwehr rückte zu etwa 75 Einsätzen aus.

Wegen eines Blitzeinschlages auf einem Campingplatz wurden im brandenburgischen Lübbenau 22 Kinder und Jugendliche zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Es sei aber niemand verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Blitz sei in eine Hecke in der Nähe des Zeltlagers eingeschlagen.

Tausende Haushalte in Tschechien ohne Strom

Auch in Tschechien haben Gewitter und Sturmböen große Schäden verursacht. Mehr als 10.000 Haushalte waren nach Angaben des Energieversorgers CEZ am Montagvormittag noch immer ohne Strom.

Bei einem Fußballspiel in Brünn stürzte am Sonntag ein Ast in den Tribünenbereich. Vier Fans wurden mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die tschechischen Feuerwehren rückten zu mehr als 2.000 Einsätzen aus, um Sturmschäden zu beseitigen.

rk/mm (dpa, afp)