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Kultur

Unvergessene Verbrechen: Lorca und die Toten von Viznar

Federico García Lorca ist Spaniens meistübersetzter Poet und prominentestes Opfer des spanischen Bürgerkrieges. Er soll exhumiert werden, so wie auch Tausende anderer Opfer des Faschismus. Ein umstrittener Plan.

Federico García Lorca

Federico García Lorca

Der Dichter Federico García Lorca ist das prominenteste Opfer des spanischen Bürgerkrieges (1936-1938). Als Homosexueller, Volksdichter und Linker war er den Faschisten verhasst. Sie erschossen Lorca 1936 und verscharrten seine Leiche zusammen mit drei anderen Männern an einer Landstraße bei Granada. Jetzt soll die Grabstelle geöffnet werden. Der durch das Verfahren gegen den chilenischen Diktator Pinochet bekannt gewordene Richter Baltasar Garzón will das Schicksal tausender Hinrichtungsopfer im spanischen Bürgerkrieg aufklären und hat in einem spektakulären juristischen Manöver die Öffnung von 19 Massengräbern angeordnet, darunter auch jenes, in dem die Gebeine Lorcas vermutet werden.

Opferverbände applaudieren, rechte Politiker sind empört und Lorcas Familie fürchtet ein unkontrollierbares Medienspektakel. Die Exhumierung Lorcas rührt an Spaniens Seele. Es geht längst nicht nur um den weltberühmten Dichter. Vergangenheitsbewältigung war in Spanien lange ein Tabu. Jetzt ist der Pakt des Schweigens über die Gräueltaten gebrochen und es zeigt sich: Die Wunden der Vergangenheit waren noch nicht verheilt.

Ein Dossier von Steffen Leidel

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