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Reise

Unterwegs in Lutherland

"Wege zu Luther", unter diesem Motto werben die Städte Eisleben, Wittenberg, Eisenach und Erfurt weltweit um Gäste. Eine Reise durch das Leben des Reformators Martin Luther, Teil 1: Von der Geburt bis zur Priesterweihe.

Die erste Station der Rundreise durch Lutherland ist Eisleben im östlichen Harzvorland in Sachsen-Anhalt. Hier kann man das Geburtshaus Luthers besichtigen, ein schlichtes Haus in der heutigen Lutherstraße Nummer 15. Hier wurde am 10. November 1483 Martin Luther geboren. Damals lebten in dem durch Silber- und Kupfervorkommen reich gewordenen Städtchen knapp 4000 Menschen. Heute sind es etwa 20.000, Tendenz stark abnehmend, weil die Arbeitslosigkeit extrem hoch und die Abwanderung groß ist.

Familie, Kindheit, Jugend Luthers

Über dem Eingang der Straßenfront hängt ein Porträtmedaillon Luthers mit der Inschrift: "Gottes Wort ist Luthers Lehr, darum vergeht sie nimmermehr". Original erhalten sind ein Sitznischenportal, der untere Treppenteil im Erdgeschoss und die Balkendecke im Eingang. Seit 1693 ist Luthers Geburtshaus eine Gedenkstätte. Dieses älteste von einer Bürgergesellschaft gegründete Museum in Deutschland informiert über die Familie, die Kindheit und Jugend Luthers. In der spätgotischen Eislebener Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde Luther am 11. November 1483 getauft.

"Pfaffennest" Eisenach

Eisenach

Eisenach

Eisenach, die Geburtsstadt Johann Sebastian Bachs, ist die zweite Station der Reise. Das am Nordrand des Thüringer Waldes gelegene Städtchen war ein Nest, ein "Pfaffennest", wie Luther sarkastisch angemerkt haben soll. Tatsächlich gehörte jeder zehnte der damals viertausend Einwohner dem geistlichen Stand an: Es gab drei Kirchen und sieben Klöster.

Das "Lutherhaus", eines der ältesten Fachwerkhäuser Eisenachs, beherbergt heute eine sehr moderne Ausstellung zu Leben und Wirken Luthers. Insbesondere die Lutherstuben haben es den Touristen immer wieder angetan: Zwei kleine Zimmerchen, in denen Luther der Legende nach als Schüler in der Zeit zwischen 1498 und 1501 unter der Obhut der begüterten Kaufmannsfrau Ursula Cotta gelebt haben soll.

Unweit des Lutherhauses erhebt sich auf dem Markt die Stadtkirche St. Georg, vor der Luther als Kurrendaner regelmäßig sang. Aus seiner Zeit stammt noch der Taufstein, an dem 1685 Johann Sebastian Bach getauft wurde. Auf dem Karlsplatz steht ein großes Lutherdenkmal. Der Reformator nannte Eisenach später "meine liebe Stadt."

Authentische Stätten in Erfurt

Marthin Luther

Inmitten der historischen Kreuzgangs im Augustinerkloster steht diese Büste Martin Luthers in Erfurt.

Erfurt, die schöne Hauptstadt des Bundeslandes Thüringen hat heute 200.000 Einwohner. Im 14. Jahrhundert war die Stadt mit etwa 20.000 Einwohnern die sechstgrößte in Deutschland. Damals gab es in Erfurt mehr als neunzig Kirchen und drei Dutzend Klöster. Der mittelalterliche Stadtkern ist einer der besterhaltenen in Deutschland. Einmalig in Europa ist die Krämerbrücke - eine 120 Meter lange und mit 32 Häusern komplett bebaute und bewohnte Brücke. Martin Luther hat in Erfurt im Kloster gelebt und die Universität besucht. Außerdem ist er dort zum Priester geweiht worden. Der Gast kann die authentischen Stätten erfassen, wo der Reformator gewirkt hat.

Leben im Kloster

Luthers Zelle im Erfurter Augustinerkloster, die im Sinne mittelalterlicher Kargheit rekonstruiert wurde, vermittelt noch heute einen Eindruck vom Klosteralltag dieses strengen Ordens. Das Gebäude stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert. Die Errichtung des Bibliotheksgebäudes erlebte Luther während seiner Mönchszeit. 1945 wurde das Kloster zerstört, 1982 im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zu Luthers 500. Geburtstag wiederaufgebaut. Heute werden in der Luther-Gedenkstätte Begegnungen und Tagungen zum Thema Luther veranstaltet.

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  • Autorin/Autor Gerd Schmitz
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