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Wirtschaft

Unterstützungslinien fallen

Wenn man den Händlern in Frankfurt glaubt, dann haben am Mittwoch die Charttechniker das Sagen gehabt. Eine wichtige Unterstützungslinie wurde durchbrochen.

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Gewinnwarnung bei Daimler-Chrysler

Denn seit Ende November hat der DAX mehrfach seinen Abwärtsdrang bei der Unterstützungslinie von 4.870 Punkten gestoppt und ist dann ins Plus umgekehrt. Am Mittwoch ist diese Linie durchbrochen worden, und es gibt schon Stimmen, die sagen, der DAX könne noch bis 4.360 abrutschen. Der Schlussstand am Mittwoch: 4.804 - ein Minus von 132 Punkten oder 2,7 Prozent und gleichzeitig der tiefste Stand des Jahres. Der Nemax 50 Index am Neuen Markt verliert 34 Punkte oder 3,1 Prozent auf 1.056 Zähler.

Daimler Chrysler sorgten für den größten Gesprächsstoff, die Umsätze bei der Aktie waren dreimal höher als sonst üblich. Der Konzern meldet einen Nettoverlust von rund 700 Millionen Euro und will die Dividende um mehr als die Hälfte kürzen. Auch der Ausblick war eine versteckte Gewinnwarnung: Man wolle das Doppelte des Vorjahresergebnisses erreichen, heißt es - das wäre aber nur die Hälfte des bislang angepeilten Ergebnisses. Die Dividende soll von 2,35 auf einen Euro gekürzt werden, das Papier verlor zeitweilig über sieben Prozent und schloss mit 4,3 Prozent im Minus.

Eine versehentlich verschickte E-Mail des amerikanischen Netzwerk-Ausrüsters Cisco Systems hatte zeitweilig für Entlastung bei den Aktien gesorgt. Cisco wollte eigentlich erst nach Börsenschluss in New York Zahlen veröffentlichen, doch nachdem die schon zuvor durchgesickert waren, hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen werden. Doch das half den Aktien am Ende ebenso wenig wie die Meldung, dass die Arbeitsproduktivität in den USA im 4. Quartal 2001 mit 3,5 Prozent überraschend stark gestiegen ist.

Die Liste der Gewinner ist sehr übersichtlich. Nur adidas und die Pharmaunternehmen Fresenius und Schering konnten gegen den Trend zulegen, Fresenius immerhin mit einem Plus von 2,7 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg der Bund-Future um 0,1 Prozent auf 108,61 Punkte. Der Rentenmarkt-Index Rex kletterte um 0,09 Prozent auf 113,5 Zähler. Die Umlaufrendite betrug 4,67 Prozent, zwei Stellen weniger als am Dienstag.

Der Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,8664 (Dienstag: 0,8683) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,1542 (1,1517) Euro.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, wie immer in Euro und wie alles andere ohne Gewähr:

DAX-Werte/ Kurs/ Veränderung

adidas-Salomon 77,80 (+ 0,11)

Allianz 234,54 (- 11,01)

BASF 43,50 (- 1,50)

Bayer 35,28 (- 1,22)

HypoVereinsbank 32,75 (- 1,13)

BMW 40,35 (- 1,29)

Commerzbank 18,46 (- 0,29)

DaimlerChrysler 42,81 (- 1,94)

Degussa 31,43 (- 1,12)

Deutsche Bank 66,69 (- 0,80)

Deutsche Post 15,07 (- 0,03)

Deutsche Telekom 15,30 (- 0,64)

E.ON AG 59,24 (- 0,16)

EPCOS 43,43 (- 1,56)

Fresenius Med. Care 68,00 (+ 1,52)

Henkel 64,61 (- 0,13)

Infineon Techno 23,10 (- 0,90)

Linde 50,45 (- 0,44)

Lufthansa 16,37 (- 0,53)

MAN 25,25 (- 0,70)

Metro 38,65 (- 0,35)

MLP 60,89 (- 2,66)

Münchener Rück 254,00 (- 5,30)

Preussag 32,30 (- 0,38)

RWE 43,05 (- 0,30)

SAP 155,15 (- 4,30)

Schering 66,27 (+ 0,26)

Siemens 63,61 (- 2,14)

ThyssenKrupp 16,35 (- 0,63)

VW 52,36 (- 1,64)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank: Ein Euro kostete am Mittwoch 86,64 amerikanische Cent oder

61,22 britische Pence oder 115,55 japanische Yen. Und, das 1. Goldfixing in London betrug 297 Dollar und 45 Cent.

  • Datum 06.02.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1pfp
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