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Wirtschaft

Unternehmertreffen im Netz

Geschäftskontakte in Entwicklungsländer gestalteten sich bisher schwierig. Abhilfe schafft das Internet. Dort haben sich zwei Datenbanken zum größten Netz für Wirtschaftskontakte mit Entwicklungsländern zusammengetan.

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Firmensuche online

Was tun, wenn ein schwäbisches Unternehmen Geschäftsverbindungen in Ghana sucht? Üblicherweise entstehen solche Kontakte auf Messen, internationalen Unternehmertreffen oder im Internet. Bisher boten gleich mehrere Kontaktbörsen Datenbanken an, in denen Profile von Firmen im In- und Ausland verzeichnet waren. Nun haben die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, die deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), die Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) und drei Ländervereine die Datenbanken ihrer Kontaktbörsen "E-Trade-Center" und "Global Business Platform" aufgrund verstärkter Nachfrage zusammengeschlossen.

Kooperation der Kontaktbörsen

"Kontakte gab es schon immer auf unterschiedlichen Ebenen und so entstand die Idee zur Kooperation," erklärt GTZ-Sprecher Hans-Joachim Rabe. Seit dem 26. August 2003 ist die inhaltlich zusammengeführte Datenbank online verfügbar. Jetzt haben die Nutzer der beiden Internet-Portale Zugriff auf das bundesweit größte Datennetzwerk für Außenwirtschaftskontakte mit Entwicklungsländern.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, dem Nutzer mehr Informationen bei geringerem Aufwand zu bieten und so lassen sich in der neuen Datenbank rund 7000 Unternehmen abrufen. Dadurch vergrößert sich sowohl die Auswahl an potenziellen Geschäftskontakten auf internationaler Ebene als auch die Reichweite, in der ein Unternehmen im Ausland wahrgenommen werden kann - wenn es denn in der Datenbank präsent ist.

Schnell und kostengünstig

Das Angebot richtet sich vorrangig an kleine und mittelständische Unternehmen. Damit diesen der Weg in andere Märkte nicht unnötig erschwert werden, sind Einträge in die Datenbank kostenfrei. "Wir schaffen hier ein Instrument, mit dem man schnell gezielt und eben kostengünstig nach potenziellen Geschäftspartnern oder Investoren suchen kann," so Rabe.

Dabei soll die Kontaktbörse gleich drei verschiedenen Handelsrichtungen den Weg erleichtern: deutschen Unternehmen wird der Kontakt in Entwicklungsländer vereinfacht, Unternehmen in diesen Ländern finden schneller Geschäftspartner in Deutschland und eine weiterer Handelsweg wird gestärkt: auf der sogenannte Süd-Süd-Schiene sollen Firmen aus Afrika, Asien und Lateinamerika leichter zueinander finden.

Vorteile für beide Seiten

Zwar behalten die Nutzeroberflächen der beiden Internet-Portale ihr altes Gesicht, jedoch ist der Informationsgehalt durch die Zusammenlegung der Datenbanken enorm vergrößert worden. Die Nutzer der beiden Internet-Portale haben nun Zugriff auf etwa doppelt so viele Adressen und Kontaktmöglichkeiten als bisher.

Fast nebenbei belegt das Projekt, dass wirtschaftliche Entwicklung in anderen Ländern nicht nur im Interesse von Bundesunternehmen wie der GTZ liegt, sondern auch in Zusammenarbeit mit privaten Institutionen entsteht. "Wir sind froh, dass sich Entwicklungspolitik und Privatwirtschaft immer enger zusammenschließen, und das zeigt auch dieses Projekt auf sehr anschauliche Weise," erläutert Rabe.

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