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Europa

Unsicherheiten in Europa belasten Aktienmärkte

Die politischen und konjunkturellen Unsicherheiten in Europa haben für Verluste auf den internationalen Aktienmärkten gesorgt. Der Dax büßte 3,36 Prozent ein.

Beunruhigt reagierten Anleger vor allem auf den Rücktritt der niederländischen Regierung. Zudem schürte nach der ersten Runde der Präsidentenwahl in Frankreich die Aussicht auf einen dortigen Machtwechsel Sorgen, die Sparanstrengungen in der Euro-Zone könnten nachlassen. Hinzu kamen neue Hinweise darauf, dass die Wirtschaft des Euro-Raums ihre Talfahrt beschleunigt. Industrie und Dienstleister verbuchten im April schwächere Geschäfte.          

Europaweit deutliche Verluste

Der deutsche Leitindex Dax gab vor diesem Hintergrund um 3,36 Prozent nach und ging an der Börse in Frankfurt am Main mit 6523,00 Punkten aus dem Markt, dem niedrigsten Stand seit Ende Januar. An der Pariser Börse kam es angesichts des möglichen Sieges des Sozialisten François Hollande bei der Präsidentenwahl zu Kursverlusten von knapp drei Prozent. Hollande will nicht nur eine Reichensteuer einführen, sondern auch den Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin in der EU neu verhandeln.

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Gedrückte Stimmung an der Börse

Bergab ging es auch auf den Aktienmärkten in London, Madrid, Mailand und Amsterdam. Die schlechte Stimmung schwappte auch in die USA. Der Dow-Jones-Index büßte an der Wall Street in New York aber nur vergleichsweise moderate 0,78 Prozent ein.

Höherer Euro-Schuldenberg

Gleichzeitig teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat mit, der Schuldenberg in der Eurozone sei im vergangenen Jahr auf Rekordhöhen gewachsen. 2011 erreichte er 87,2 Prozent der Wirtschaftsleistung der Euroländer - erlaubt sind nach den Euro-Stabilitätskriterien 60 Prozent. Das größte Budgetdefizit meldete Irland mit 13,1 Prozent. Griechenland folgt mit 9,1 Prozent auf Platz zwei. Deutschland zählt mit einem Defizit von 1,0 Prozent zu den Musterschülern der Eurozone. In Frankreich betrug das Budgetdefizit 2011 5,2 Prozent.

wl/pg (dpa,rtr,afp)

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