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Quadriga

Unsere Gäste bei Quadriga Spezial am 3. 10. 2010

Zeitzeugen aus Ost und West treffen sich bei Quadriga und diskutieren über 20 Jahre Deutsche Einheit – Hoffnung, Chance, Erfolgsgeschichte

Deutschland Horst Teltschik

Prof. Horst Teltschik – hat maßgeblich als außenpolitischer Berater Kohls die 2+4 Verträge vorbereitet, die eine wichtige Grundlage für die deutsche Wiedervereinigung waren. Horst Teltschik wurde 1940 in Mähren geboren. Bei Kriegsende flüchtete die Familie nach Bayern und fand am Tegernsee eine neue Heimat. Nach dem Wehrdienst studierte Teltschik an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaften. 1972 holte ihn der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Helmut Kohl in die Staatskanzlei nach Mainz. Von 1977 bis 1982, als Kohl Oppositionsführer war, leitete er dessen Büro im Bundestag. Nach dem Machtwechsel 1982 wurde er einer der engsten Mitarbeiter Kohls im Kanzleramt. Es wurde wesentlich Teltschiks Einfluss zugeschrieben, dass Kohl nach dem Fall der Mauer die Initiative zur Wiedervereinigung ergriff. Teltschik war maßgeblich an den Verhandlungen mit der Sowjetunion und Polen beteiligt. Kurz nach der Wiedervereinigung verließ Teltschik das Kanzleramt. Von 1999 bis 2008 holte er als Leiter der "Münchner Sicherheitskonferenz" jeweils im Februar führende Politiker aus dem In- und Ausland nach Bayern.

Deutschland Joachim Gauck

Joachim Gauck – wurde 1940 in Rostock geboren, arbeitete als evangelischer Pastor, engagierte sich als Bürgerrechtler und wurde führendes Mitglied des Neuen Forums in Rostock. Mit der ersten und einzigen freien Volkskammerwahl vom 18. März 1990 wurde Gauck Abgeordneter. Gauck war einer der Hauptinitiatoren des Stasi-Unterlagen-Gesetzes der Volkskammer. Als Bundesbeauftragter wurde Gauck mit Vollzug der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 Chef der künftigen Stasi-Unterlagen-Behörde, die den Stasi-Nachlass verwaltet und zugänglich macht. Für seine Verdienste wurden ihm vielfältige Ehrungen und Auszeichnungen zuteil. Gaucks Nominierung und Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten nach dem Rücktritt Horst Köhlers von diesem Amt löste eine breite Zustimmungswelle in Bevölkerung und Medien aus.

Deutschland Sabine Bergmann-Pohl

Dr. Sabine Bergmann-Pohl – zog bei der ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 für die CDU als Abgeordnete in die Volkskammer ein und wurde am 5. April zu deren Präsidentin gewählt und war gleichzeitig Staatsratsvorsitzende.Bis zum 2. Oktober 1990 war sie damit das letzte Staatsoberhaupt der DDR und das erste weibliche Staatsoberhaupt in Deutschland. Am 3.10.1990 wurde Bergmann-Pohl  Bundesministerin für besondere Aufgaben und von 1991 bis 1998 Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit. Seit 1979 ist sie Fachärztin für Lungenkrankheiten. 1990 wurde Sabine Bergmann-Pohl Schirmherrin des Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland e. V. (ABiD e. V.) und seit 2003 Präsidentin des Berliner Roten Kreuzes. Ebenfalls seit 2003 ist sie Mitglied im Präsidium des Internationalen Bundes und seit 2007 ist sie dort Vizepräsidentin.