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Kultur

Unser Kulturkalender für Dezember

Vorweihnachtliche Stimmung, Glühwein und duftende Kerzen: Die Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland öffnen ihre Pforten. Doch der Dezember hat mehr zu bieten: Lichter, Klänge, Kunst und Kultur - und eine Megaparty.

Es ist das berühmteste Album der Avantgarde-Rockgruppe Pink Floyd. In den Charts war die Platte 773 Wochen lang in den Top 200 und mehr als 50 Millionen Mal wurde sie verkauft. Mit diesem Konzeptalbum haben Pink Floyd 1973 einen Meilenstein vorgelegt - das Prisma auf dem schwarzen Plattencover ist ebenso berühmt wie der Song "Money" mit seiner klingenden Kasse am Anfang. Vor wenigen Jahren ist Pink Floyd-Kopf Roger Waters noch mit der gleichnamigen Bühnenshow durch die Welt getourt - in vielen ausverkauften Hallen und Stadien.

Cover des Pink Floyd-Albums The Dark Side of the Moon (Foto: EMI)

CD-Cover "The Dark Side of the Moo"

Das Planetarium in Hamburg ehrt das Pop-Kunstwerk nun auf seine Weise: mit einer audiovisuellen Show. Bilder, 3D-Effekte und Laserstrahlen werden auf die Sternenkuppel projiziert, dazu gibt es den bombastischen Sound von "The Dark Side Of The Moon". Infos zu den Terminen gibt es hier.

Schlingensief-Ausstellung in Berlin

Christoph Schlingensief war ein Multitalent: Regisseur für Film, Theater und Oper, Aktions- und Performancekünstler. Er war radikal und provokant und stellte mehr als einmal die Kunstszene auf den Kopf. Sein Debüt 2004 bei den Bayreuther Festspielen mit der Inszenierung des Parsifal bescherte ihm höchstes Kritikerlob, bei der Kunstbiennale in Venedig 2011 wurde er ein Jahr nach seinem Krebstod posthum mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Das "Operndorf" in Burkina Faso war sein letztes großes Projekt.

Eine Ausstellung zeichnet nun den Weg des Kunstrebellen nach. Sie präsentiert Werke, Inszenierungen und Kunstaktionen des "Kultursuperstars". Zu sehen ist sie vom 1. Dezember bis zum 19. Januar 2014 im KW Institute for Contemporary Art in Berlin, bevor sie dann im März ins New Yorker "Museum of Modern Art" umzieht.

Christoph Schlingensief (Foto: Getty Images)

Christoph Schlingensief

Köln feiert die Bibel

Der neue Intendant des Kölner Schauspielhauses, Stefan Bachmann, scheint einen Hang zu gigantischen Inszenierungen zu haben: So hat er nun einen regelrechten Theater-Blockbuster auf die Bühne gebracht. Eine aufwändige Inszenierung der Genesis - das Erste Buch Moses, also der Anfang des Alten Testaments in der Bibel. Heilig und fromm ist in diesem Stück allerdings nicht viel: Es geht um Kampf, Rache, Blut und Gehorsam, es wird vergewaltigt, betrogen und gemordet. Das Ganze in einer fünfstündigen Aufführung, die das Premierenpublikum an seine Grenzen, aber auch zu tosendem Applaus brachte. Wenn Sie Ihre Grenzen ausreizen wollen, haben Sie vom 13. bis zum 15. Dezember die Gelegenheit dazu, im Depot 1 im Kölner Carlswerk, dem Ausweichgelände des Kölner Schauspielhauses, das derzeit saniert wird.

Szenenfoto der Inszenierung Genesis im Schauspielhaus Köln (Foto: Thomas Aurin)

"Genesis" im Schauspielhaus Köln

Models auf dem Fahrrad

Das Münchener Stadtmuseum zeigt eine Retrospektive des Fotografen Herrmann Landshoff. Seine Nachfahren haben dem Museum die komplette Sammlung mit 3.600 Abzügen aus dem Zeitraum von 1927 bis 1970 zur Verfügung gestellt. Landshoff hatte schon als Jugendlicher mit Karikaturen und Fotografien Aufsehen erregt. Als Jude musste er 1933 Deutschland verlassen und begann zunächst in Paris mit der Modefotografie. Mit Erfolg: Seine Bilder erschienen unter anderem in der renommierten Modezeitschrift "Vogue". Schließlich musste er in die USA fliehen, fasste dort erneut Fuß und setzte seine Karriere als Modefotograf fort - er arbeitete für die größten Modemagazine. Eindrucksvoll sind auch seine Porträtserien und Architekturfotos. Mehr als 250 Aufnahmen zeigt die Ausstellung bis zum 21. April 2014 in München.

Herrmann Landshoff Bicylers von 1946 (Foto: © Münchner Stadtmuseum, Archiv Hermann Landshoff)

Herrmann Landshoff "Bicylers" von 1946

Party zum Jahreswechsel

Wie jedes Jahr steigt am Silvesterabend die größte Party Deutschlands vor dem Brandenburger Tor in Berlin - umsonst und draußen. 2013 waren eine Million Menschen dabei. Die Partymeile erstreckt sich über zwei Kilometer zwischen Tor und Siegessäule, mit Leinwänden, Partyzelten, Bier- und Würstchenbuden. Auf der Bühne stehen zahlreiche Bands, Künstler und DJs. Wer dort spielt, wird traditionell erst kurz vor der Veranstaltung bekannt gegeben. Höhepunkt des Spektakels ist das Silvesterfeuerwerk um Mitternacht.