1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Unser Kulturkalender für August

Sommerzeit gleich Urlaubszeit: Die meisten Deutschen genießen ihre Ferien, Koffer werden für den Urlaub gepackt und der Bundestag bleibt leer. Nur die Kultur macht keine Sommerpause. Die wichtigsten Termine im August.

2013 steht ganz im Zeichen von Richard Wagner: In diesem Jahr hätte der Komponist seinen 200. Geburtstag gefeiert. Kein Wunder, dass die Musikwelt im August gespannt nach Bayreuth blickt, wo seit dem 25. Juli die Festspiele zu Ehren des Musikers stattfinden. Bis zum 25. August werden auf dem Grünen Hügel in Bayreuth sieben Opern von Wagner aufgeführt.

Sommer, Sonne, Festivals

Die Band The Lumineers (Foto: picture alliance/AP Photo)

Sind beim MS Dockville in Hamburg mit dabei: The Lumineers aus Denver Colorado

Nicht nur das Wagnerjahr, auch der Festivalsommer geht im August weiter - wie etwa beim MS Dockville Festival in Hamburg (16. - 18. August). Direkt an der Elbe können die Besucher zu mehr als 130 internationalen Bands und DJs feiern. Die Auswahl ist groß: Indie, Elektro oder Folk ist auf den sechs Bühnen zwischen Birken und Hafenindustrie zu hören. Ein Poetry Slam sowie Licht- und Kunstinstallationen sind ebenso fester Bestandteil des Programms.

Der Festival-Sommer geht aber nicht nur in Deutschland weiter: Am 28. August starten die 70. Internationalen Filmfestspiele in Venedig. Eröffnet wird das Festival mit dem Film "Gravity" von Alfonso Cuarón. Im Wettbewerb ist für Deutschland der Regisseur Philip Gröning mit "Die Frau des Polizisten" dabei. Edgar Reitz zeigt seinen neuen, abschließenden Teil seiner "Heimat"-Serie. Am 7. September entscheidet sich, wer den Goldenen Löwen mit nach Hause nehmen darf.

Kammermusik im Jubiläumsjahr

Blick auf das Jagdschloss Moritzburg in der Gemeinde Moritzburg (Foto: dpa)

Spielstätte und Namensgeber des Festivals: das Jagdschloss Moritzburg

Neben Wagner feiert auch das Moritzburgfestival in Dresden ein rundes Jubiläum. Vom 10. bis 25. August feiert das Kammermusik-Festival sein 20-jähriges Bestehen. Neben renommierten Künstlern wie der Geigerin Midori oder der Pianistin Alice Sara Ott bietet das Festival auch jungen Musikern eine Plattform.

45 Nachwuchstalente aus aller Welt erarbeiten in den Wochen vor dem Festival mit Hilfe der renommierten Künstler Orchesterwerke und Kammermusik, die sie schließlich dem Publikum präsentieren. Als Spielstätten dienen neben den barocken Sälen von Schloss Moritzburg und der Frauenkirche Dresden auch ein Hangar der Elbe Flugzeugwerke Dresden oder die Parkanlage von Schloss Proschwitz für ein Musik-Picknick.

Fest der Künste im Ruhrgebiet

Das Regietrio Rimini Protokoll (Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel) (Foto: Christian Schnur)

Das Regietrio Rimini Protokoll präsentiert bei der Ruhrtriennale ihr Stück Situation Rooms

Wie fühlen sich Menschen im Krieg? Dieser Frage geht eine Produktion der Regiegruppe Rimini Protokoll im Rahmen der Ruhrtriennale (23. August - 6. Oktober) nach. In einem mehrstöckigen Haus schlüpfen die Besucher per iPad in die Rolle eines Kindersoldaten oder Waffenproduzenten.

Situation Rooms ist nur eine der zahlreichen Produktionen der Ruhrtriennale, die von Heiner Goebbels geleitet wird. Ob Theater, Tanz oder Installationen: Das Festival verbindet Kunst und Kultur mit Industrie. Spielstätten sind stillgelegte Zechen und ehemalige Industriehallen im Ruhrgebiet.

Junge Künstler? Ausgezeichnet!

Das Konzeptuelle Kunstwerk Uncomfortable Objects von Mariana Castillo-Deball (Foto: Roman März)

Mariana Castillo-Deballs Werk war auch schon bei der dOCUMENTA 13 zu sehen

Aus über 140 Bewerbern musste die Jury auswählen: Vier von ihnen wurden anschließend für den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst nominiert. Ab dem 29. August zeigt eine Ausstellung in Berlin die Werke von Kerstin Brätsch, Mariana Castillo Deball, Simon Denny und Haris Epaminonda. Bis zum 12. Januar können die Besucher deren Gemälde, Skulpturen oder Fotografien im Hamburger Bahnhof bewundern.

Den Gewinner gibt die Jury am 19. September bekannt. Der Preis wird in diesem Jahr zum siebten Mal verliehen. Neu dabei: Der Gewinner wird nicht mehr mit einem Geldpreis prämiert. Der Preisträger darf stattdessen seine Arbeit in einer Einzelausstellung im kommenden Jahr präsentieren.