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Unser Gast vom 30.11.2008

Guido Knopp, Historiker und Journalist

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Guido Knopp ist ein deutscher Journalist, Publizist und Moderator. Als Leiter der ZDF-Redaktion "Zeitgeschichte" wurde er bekannt für seine Sendereihen wie "Hitlers Helfer" oder "Hitlers Frauen".

Guido Knopp wurde vielfach ausgezeichnet, so ist er Träger des Jakob-Kaiser-Preises, des Europäischen Fernsehpreises und des Bundesverdienstkreuzes.

Aber Guido Knopp bearbeitet auch andere Themen der deutschen Zeitgeschichte wie die Deutsche Einheit. Zuletzt hat er eine aufwändige 10-teilige Dokumentar-Serie zur deutschen Geschichte produziert. "Die Deutschen" geht den Fragen nach: "Wer sind wir? Woher kommen wir?"

Nach dem Abitur (1968) an einem humanistischen Gymnasium studierte Guido Knopp Geschichte, Politik und Publizistik in Frankfurt/Main, Amsterdam und Würzburg. 1975 promovierte Guido Knopp an der Universität Würzburg über die "Einigungsdebatte und Einigungsaktion in SPD und USPD".

Seine journalistische Laufbahn begann Guido Knopp als Redakteur im Burda-Verlag. 1977 übernahm er die Leitung des Auslandsressorts der "Welt am Sonntag", ein Jahr später wurde er Auslandsredakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Guido Knopp initiierte 1978 die auch in den folgenden Jahrzehnten von ihm geleitete Kongressreihe "Aschaffenburger Gespräche" und wechselte im selben Jahr zum ZDF, wo er die ZDF-Redaktion "Zeitgeschichte" aufbaute.

Guido Knopps Geschichtssendungen werden seit Mitte der 90er Jahre mit hohen Einschaltquoten zu besten Sendezeiten ausgestrahlt, und seine zahlreichen Film-Begleitbücher erfreuen sich großer Popularität. Damit gilt Guido Knopp auch als einer der einflussreichsten Historiker Deutschlands. Seine Beiträge zur deutschen Geschichte erreichen mehr Menschen als die einschlägigen Abhandlungen seiner etablierten Berufskollegen.

In Fachkreisen ist Guido Knopps Konzept vieldiskutiert und nicht unumstritten. Zwar steht er in dem Ruf, sorgfältig zu recherchieren und sich schwieriger zeitgeschichtlicher Themen anzunehmen, er sah sich aber auch dem Vorwurf der Popularisierung und Verknappung ausgesetzt. Diese Kritik wurde vor allem laut, nachdem 1995 die Dokumentationsreihe "Hitler - eine Bilanz" ausgestrahlt wurde, in der die Figur Hitler jeweils aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wurde. Für den Sechsteiler hatte die ZDF-Redaktion Zeitgeschichte etliche Zeitzeugen befragt, unveröffentlichtes Filmmaterial aufgestöbert und bekannte Wissenschaftler zu Rate gezogen, doch seine "mediengerecht" aufbereitete Geschichtsdarstellung wurde in der Tagespresse sehr ambivalent besprochen.

Im Mai 1998 lief die erste Staffel der 24-teiligen Geschichtsreihe "Unser Jahrhundert - Deutsche Schicksalstage" an, die historische Ereignisse vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zum Fall der Mauer behandelte. Danach wandte sich Guido Knopp wieder dem Dritten Reich zu und brachte mit "Hitlers Krieger" 1998 eine Fortsetzung von Hitlers Helfern nach bewährtem Muster auf den Fernsehschirm. In der Dokureihe nahm sich Guido Knopp die Biographien der NS-Militärgrößen Erwin Rommel, Wilhelm Keitel, Erich von Manstein, Friedrich Paulus, Ernst Udet und Wilhelm Canaris vor.

Neue Pfade beschritt Guido Knopp Ende 1999 mit der fiktiven Dokumentation "Der Dritte Weltkrieg", welche die möglichen Folgen eines gewaltsamen Umsturzes in Mittel- und Osteuropa 1989 darzustellen versuchte. Ebenfalls 1999 erschien seine Reihe "Kanzler - Die Mächtigen der Republik", in der Guido Knopp die sechs deutschen Bundeskanzler, die zwischen 1949 und 1998 die Politik der Bundesrepublik maßgeblich bestimmt hatten, porträtierte.

Guido Knopp ist in zweiter Ehe mit der ungarischen Lehrerin Gabriella Knopp verheiratet. Sie studierte in Moskau und Leipzig Germanistik und Slawistik. Guido Knopp hat vier Kinder. Er spielt gerne Cello und spricht Englisch und Italienisch.

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