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Unser Gast vom 29.08.2010 Lothar de Maizière, Ministerpräsident a.D.

„typisch deutsch“ - Moderator Hajo Schumacher spricht mit Lothar de Maizière über Einigkeit und Recht und Freiheit.

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Lothar de Maizière war der letzte Ministerpräsident der DDR und der einzige frei gewählte. In dieser Funktion war er maßgeblich an der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten beteiligt.

Lothar de Maizière stammt aus einer preußisch-hugenottischen Adelsfamilie. Geboren wurde er am 2. März 1940 in Nordhausen in Thüringen, wohin die Berliner Familie während des Krieges umgesiedelt wurde. Schon als Schüler trat er 1956 der Ost-CDU bei – aus purem Opportunismus, wie er später bekannte.

Der ausgebildete Musiker und Bratschist musste sich nach einer Nervenentzündung ein neues Berufsfeld suchen. Er studierte Jura und verteidigte unter anderem Kirchenmitglieder, die mit dem DDR-Regime in Konflikt geraten waren. Während der Wendezeit stieg der engagierte Christ rasch in der CDU auf und gewann schließlich als Spitzen-Kandidat eines konservativen Bündnisses die ersten und letzten freien Wahlen in der DDR. Nach der Wiedervereinigung wurde er im Kabinett Kohl Minister für besondere Aufgaben. Nach Vorwürfen, er habe zu DDR-Zeiten als Informeller Mitarbeiter mit der Staatssicherheit der DDR zusammen gearbeitet, trat er von seinen Ämtern zurück. Seitdem arbeitet er wieder als Anwalt. Der 70-Jährige ist verheiratet. Er hat drei Töchter und elf Enkel.

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