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Unser Gast vom 28.11.2010 Avi Primor, Publizist und ehemaliger israelischer Botschafter in Deutschland

„typisch deutsch“ - Moderator Hajo Schumacher befragt Avi Primor zu schwierigen Annäherungen, Antisemitismus und Außenpolitik.

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Avi Primor gehört zu den wichtigsten Stimmen im deutsch-israelischen Dialog. Von 1993 bis 1999 war er israelischer Botschafter in der Deutschland. Seit dieser Zeit wirbt er beständig für die Versöhnung zwischen Deutschen und Israelis.

Avi Primor wurde 1935 in Tel Aviv geboren. Seine Mutter stammte aus Frankfurt/Main und überlebte als einziges Familienmitglied den Holocaust. Bereits 1932 war sie nach Palästina ausgewandert und hatte dort ihren Mann kennengelernt, einen Sohn jüdischer Einwanderer aus Holland. Nach einem Politikstudium in Jerusalem und New York trat Avi Primor 1961 in den diplomatischen Dienst Israels ein. Der damals 26jährige machte eine steile Karriere, die ihn über Stationen in Afrika, in Frankreich und bei der Europäischen Union schließlich 1993 nach Deutschland führte. Hier profilierte er sich schnell als eine der wichtigsten Stimmen im deutsch-israelischen Dialog. Seine offene und gewinnende Art brachte ihm schnell Freunde ein, allerdings äußerte er auch Kritik an der eigenen Regierung undiplomatisch offen, so dass seine Botschafterzeit 1999 nicht mehr verlängert wurde. Nach seinem nicht ganz freiwilligen Ausscheiden aus dem diplomatischen Dienst gründete der heute 75jährige das Zentrum für europäische Studien an der Universität Herzliya in Tel Aviv. Er leitet dort einen Studiengang für israelische, palästinensische und jordanische Studenten und mischt sich als freier Publizist immer wieder in aktuelle politische Debatten ein.

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