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Unser Gast vom 23.08.2009 Ulrike Folkerts, Schauspielerin

Moderator Hajo Schumacher spricht mit Ulrike Folkerts über die Liebe, das Glück, schwere Entscheidungen, die Schauspielerei und den perfekten Krimi.

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Ulrike Folkerts ist die dienstälteste Kommissarin im deutschen Fernsehen. Seit 1989 ermittelt die heute gerade mal 48-Jährige Schauspielerin in ihrer Rolle als Lena Odenthal in der deutschen Kult-Krimi-Serie „Tatort“. Schöne Beine soll sie auch nach eigenem Bekunden haben, aber davon sieht die Öffentlichkeit kaum etwas. Wie auch, wenn die Schauspielerin seit 1989 beinahe ausschließlich als Kriminalhauptkommissarin Lena Odenthal in Jeans und (Leder-)Jacke daherkommt. Keine Schauspielerin scheint so auf den Typ zwischen Powerfrau und cooler Emanze festgelegt worden zu sein wie die gelernte Theaterschauspielerin, Tochter eines Schaufensterdekorateurs und einer Avon-Beraterin. Auch in ihrem bekanntesten Kinofilm "Nur über meine Leiche" (1995) muss sie dieser Linie treu bleiben. Folkerts, bekennende Lesbe, spielt in der Komödie eine fiese Emanze, die ihren Mann um die Ecke bringen will.

Aber ihr energisch-schroffes Spiel überzeugt, bevorzugt im "Tatort". Neben all den TV-Blondchen ist ihre Figur der dunkelhaarigen Lena Odenthal die erfrischend-intelligente Charakterrolle, die bei Männern und Frauen gleichermaßen gut ankommt. Das spiegelt sich in regelmäßig überdurchschnittlichen Einschaltquoten und diversen Ulrike-Folkerts-Fanclubs wider. Mehr als 40 Einsätze in Deutschlands bekanntester Krimiserie "Tatort" werden inzwischen gezählt, Ende offen. Im Jahr 2002 wurde sie sogar mit dem Publikums-Bambi als beliebteste deutsche TV-Kommissarin ausgezeichnet.

Ausbildung zur Schauspielerin

"Schuld an meinem Berufswunsch war eine tolle Lehrerin in einem Literaturkurs", erinnerte sich die Schauspielerin einmal und erzählte von den zwei Jahren nach dem Abi, "die durchs Vorsprechen draufgingen". Zuerst an der Schauspielschule Berlin, dann Hannover, ein Jahr Theaterwissenschaft in Erlangen, München, Hamburg und schließlich wieder Hannover, wo sie das Rennen um einen Ausbildungsplatz machte. Direkt nach dem Abschluss bekam sie ihr erstes festes Engagement am Staatstheater in Oldenburg. Dann erfährt sie vom Casting für eine neue Tatort-Kommissarin...

Folkerts spielt nach wie vor Theater und war 2005 und 2006 bei den Salzburger Festspielen als erste Frau im Jedermann in der Rolle des "Todes" zu sehen.

Die 47jährige ist darüber hinaus eine engagierte Hobbysportlerin. Bei den Gay Games 2002 in Sydney holte Folkerts mit der Schwimmstaffel des Berliner Vereins "Vorspiel" eine Silber- und eine Bronzemedaille. Im Einzelwettbewerb wurde sie jedoch wegen eines Fehlstarts, der durch eine Kollegin ausgelöst wurde, disqualifiziert. Im Juli 2004 erschwamm sie eine Bronzemedaille bei den Eurogames in München.

Ehrenamtliches Engagement

Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Landmine setzt sich Ulrike Folkerts für ein Verbot aller Arten von Landminen ein. Anfang Juni 2004 hat sie die Projekte von Handicap International im Kosovo besucht. Ulrike Folkerts engagiert sich auch für Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21), indem sie an einer Posterkampagne des DS-Infocenters teilnahm. Als Botschafterin von burundikids e.V. unterstützt Folkerts den Bau einer Schule für Straßenkinder und ehemalige Kindersoldaten in Burundi.

(Wiederholung vom 26.10.2008)

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