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Unser Gast vom 23.05.2010 Martin Kind, Unternehmer und Fußballpräsident

„typisch deutsch“ - Moderator Hajo Schumacher spricht mit Martin Kind über Krisen, Krawalle und Krach.

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Martin Kind schafft den Spagat zwischen Fußballboss und Firmenchef scheinbar spielend. Das liegt auch daran, dass er in einem Fußballverein vor allem ein Wirtschaftsunternehmen sieht.

Als Martin Kind 1997 zum Präsidenten des Fußballvereins Hannover 96 gewählt wird, ist das für viele eine Überraschung. Denn der Unternehmer hat bis dahin nur wenige Berührungspunkte mit dem Sport.

Im hochemotionalen Fußballbetrieb gilt er als kühler Kalkulierer, ein Außenseiter ohne „Stallgeruch“. Martin Kind führt den Verein jedoch aus der Regionalliga wieder zurück auf die große Bühne der ersten Fußball-Bundesliga.

Das Geld, das er in den Verein steckt, verdient Martin Kind mit Hörgeräten. In die Branche ist er richtig hineingewachsen. Martin Kind wird im April 1944 nordöstlich von Hannover geboren. Er macht eine Ausbildung zum Hörgeräte-Akustiker und anschließend eine kaufmännische Lehre. Mit nur 24 Jahren übernimmt er die Regie im Familienbetrieb „Kind Hörgeräte“ und formt daraus ein Unternehmen mit weltweit 2000 Angestellten – in Deutschland ist er damit Marktführer.

Seine schwerste Zeit als Vereinspräsident erlebt Martin Kind im November 2009. Der Freitod von Mannschaftskapitän und Torhüter Robert Enke, der an Depressionen litt, erschüttert die gesamte Nation. Auch für Kind persönlich ist es ein Schock. Am 15. November nehmen 40.000 Menschen im Stadion Abschied von Robert Enke.

Nach dem tragischen Ereignis hat es der Verein schwer: verliert ein Spiel nach dem anderen. Erst am letzten Spieltag wird der Klassenerhalt geschafft. Für Martin Kind bedeutet das weiterhin viel Arbeit als Präsident und natürlich als Unternehmer. Denn an Ruhestand denkt der 66-Jährige noch längst nicht.

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