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Unser Gast vom 15.01.2012 Edicson Ruiz, Kontrabassist

„Typisch deutsch“ - Moderator Hajo Schumacher spricht mit Edicson Ruiz über Kontrabass, Karneval und Kälteschocks.

Der venezuelanische Kontrabassist Edicson Ruiz war bei seiner Aufnahme 2003 das jüngste Ensemblemitglied der weltberühmten Berliner Philharmoniker und der erste aus Südamerika.

Bereits mit 17 Jahren hatte der 1985 in Venezuela geborene Kontrabassist einen der begehrten Verträge mit dem großen Musik-Ensemble in der Tasche. Die steile Karriere von Edicson Ruiz ist auch ein Erfolg der venezuelanischen Orchesterbewegung „Sistema“. Das Ziel des Gründers José Antonio Abreu vor über 30 Jahren war es, Kinder über die musikalische Erziehung von der Straße zu holen. Diese habe auch seinen Charakter verändert, bekennt der heute 25-Jährige freimütig. Der Sohn einer alleinerziehenden Frau wuchs in einem Vorort von Caracas auf. Mit klassischer Musik konnte der Halbwüchsige zunächst gar nichts anfangen. Er war, nach eigener Aussage, schwierig und aggressiv und kurz davor ins kriminelle Milieu abzurutschen. Dann steckte die verzweifelte Mutter ihn in eine der zahlreichen Musikschulen des Landes. Als der damals 10-Jährige das erste Mal den Klang eines Kontrabasses hörte, wusste er, was er will: Kontrabass spielen. Es folgte eine beispiellose Karriere: Bereits mit 14 wurde er Profimusiker für das Sinfonieorchester Simon Bolivar. Nach ersten internationalen Preisen mit 15 und einem Gastspiel beim Schleswig-Holstein Festival folgte schließlich die Einladung zu den Berliner Philharmonikern. Heute tourt Edicson Ruiz sechs Monate im Jahr mit dem Orchester durch die ganze Welt. Die restliche Zeit lebt er mit seiner Frau in Berlin.

(Wiederholung vom 06.02.2011)

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