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Unser Gast vom 11.05.2008

Mo Asumang, Filmemacherin

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Mo Asumang wurde Ende der 90er Jahre bekannt als Fernsehmoderatorin im deutschen Privatfernsehen. Für ihren aktuellen Film "Roots Germania" hat sie bundesweit Anerkennung bekommen, war sogar nominiert für den Grimmepreis, die wichtigste Auszeichnung des deutschen Fernsehens.

Ihre Kindheit verbrachte Mo Asumang in der hessischen Stadt Kassel. Ihre Eltern trennten sich kurz nach der Geburt. Deshalb lebte sie zunächst bei Pflegeeltern und dann vorwiegend bei der Großmutter.

Eigentlich wollte die großgewachsene Afro-Deutsche Basketballspielerin werden, doch ihre Knieprobleme bremsten diese Ambitionen. Stattdessen studierte sie Grafik-Design in Kassel und zog Anfang der 80er Jahre nach Berlin. Hier nahm sie ein Gesangsstudium auf und jobbte nebenbei als Taxifahrerin. Bekannt wurde Mo Asumang Ende der 90er Jahre als Moderatorin im Privatfernsehen. Außerdem betrieb sie 5 Jahre die Promi-Bar "Seven Lounge" in Berlin.

Eine große Zäsur bedeuteten für sie die Morddrohungen aus dem Lied einer Neo-Nazi-Band.

Die massiven Anfeindungen aus der rechten Szene stellten ihre eigene Herkunft und Identität in Frage. Fühlte sie sich vorher als schwarze Deutsche, wollte sie jetzt mehr herausfinden über ihren bi-kulturellen Hintergrund.

Ihr Dokumentarfilm "Roots Germania" wurde zur Spurensuche und zur Auseinandersetzung mit ihren deutschen und ghanaischen Wurzeln. Der Film half ihr auch, ihre eigene Identitätskrise zu überwinden. Heute sagt sie ganz selbstverständlich "Wir Deutschen".

Der Film bekam breite Anerkennung. Die Filmemacherin wurde sogar für den Grimmepreis nominiert. Seitdem tourt sie damit auch durch Schulen, um sich im Gespräch mit Schülern über Themen wie Identität und Integration auszutauschen.

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