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Politik

"UNO nach amerikanischen Wünschen"

Bedeutende Themen der arabischen Presse sind die europäisch-amerikanischen Beziehungen sowie die künftige Rolle der USA in der Welt.

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In den Kommentaren der arabischen Presse wird nach der Zukunft der internationalen Beziehungen gefragt - vor allem für den Fall, dass der amerikanisch-europäische Streit nicht überwunden wird. Al-Ahram in Kairo weist darauf hin, dass die USA keine neue Weltordnung schaffen könnten, wenn sie die anderen Mächte der Welt weiterhin ignorierten. Andererseits könnten diese Mächte keine Weltordnung ohne die USA schaffen. Ihre Rolle würde vorerst auf die Behinderung der amerikanischen Pläne beschränkt bleiben. Dies würde - wie Al-Ahram feststellt - zu einem nicht stabilen Zwischenstadium vor einer wirklich neuen Weltordnung führen.

Ad-Dustur aus Amman begründet die deutsch-französische Position mit dem politischen Willen der beiden Länder des "alten Europa", gegen eine amerikanische Hegemonie vorzugehen, soweit dies möglich sei.

"Frankreich ohne UN-Sitz"

Al-Watan aus Doha spricht von einer Vormachtstellung der USA, die nicht aufgehalten werden könne. Die Zeitung zählt einfach auf, was die USA - Zitat - "tun werden" und prognostiziert zum Beispiel, dass Frankreich "seinen Sitz im Sicherheitsrat verlieren wird" und dass "die UNO nach amerikanischen Wünschen neugestaltet werden wird". Demzufolge, so Al-Watan, werde die Macht der USA künftig unangefochten sein.

Ar-Raii aus Amman widmet dem gleichen Thema sogar mehrere Kommentare und erwartet die "Neugestaltung der amerikanisch-europäischen Partnerschaft". In einem weiteren Kommentar wird die Frage gestellt, ob der wachsende Widerstand einen Krieg verhindern werde oder die USA eher dazu veranlasse, den Krieg noch früher als erwartet zu beginnen.

Vergleich USA-Israel

Die amerikanische Hegemonie durch einen Krieg gegen den Irak wird in mehreren arabischen Zeitungen mit einer "israelischen Hegemonie in der arabischen Welt" in einem Atemzug genannt. Der Krieg selbst habe ein Hauptziel, wie die Zeitung Al-Ayyam aus Bahrain kommentiert: die Teilung des Irak, damit Israel die Region beherrschen könne.

Al-Ahram aus Kairo, Al-Khaleeg aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Teschreen aus Damaskus heben den Zusammenhang zwischen einem Krieg gegen den Irak und den israelischen Zielen in der Region hervor, um zu betonen, dass der kommende arabische Gipfel eine große Verantwortung habe: Es dürften dort keine Beschlüsse gefasst werden, die keine Verpflichtungen beinhalteten. Insbesondere die Europäer erwarteten, dass die arabischen Staaten den USA nicht weiterhin das Argument lieferten, dass die Araber selbst einen Krieg gegen den Irak unterstützen würden statt ihn grundsätzlich abzulehnen.

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