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Amerika

United und Continental einig über Fusion

In den USA ist der Zusammenschluss der beiden Fluggesellschaften Continental und United Airlines bekannt gegeben worden. Die neue Fluggesellschaft nimmt weltweit Platz eins in der Luftfahrt-Branche ein.

Flugzeug mit Continental-Schriftzug und im Hintergrund Heckflügel eines Flugzeugs mit United-Logo (Foto: ap)

Der Continental-Schriftzug könnte vom United-Airlines-Logo abgelöst werden

Je größer, desto wirtschaftlicher? Die beiden amerikanischen Fluggesellschaften Continental und United Airlines scheinen nach diesem Prinzip ihre Unternehmen zu verschmelzen. Die Fusion der aktuellen Nummer drei und Nummer vier in der Luftfahrt-Branche (gemessen am Verkehrsaufkommen) ist am Wochenende von den Verwaltungsräten beider Aktiengesellschaften beschlossen und am Montagmorgen (03.05.2010, Ortszeit) in New York bekannt gegeben worden. Mehr als drei Milliarden Dollar soll der Zusammenschluss zur weltgrößten Fluggesellschaft kosten. Dafür will das neue Unternehmen pro Jahr 1,2 Milliarden Euro einsparen.

Startendes Continental-Flugzeug vor der Skyline von Houston (Foto: ap)

Für die neue Fluggesellschaft soll es als Marktführer weltweit wieder aufwärts gehen

Geplant sei "eine Fusion unter Gleichen", teilten beide Konzerne mit. Bisherige United-Aktionäre sollen nach dem Zusammenschluss 55 Prozent der Anteile an der neuen Firma halten. Über die Fusion war seit Tagen spekuliert worden.

Das neue Unternehmen soll United heißen und am bisherigen United-Stammsitz in Chicago beheimatet sein. Continental-Chef Jeffery Smisek soll die Tagesgeschäfte leiten, während sein bisheriger United-Amtskollege Glenn Tilton die Rolle des Vorstandsvorsitzenden (Chairman) übernimmt. Die Fusion muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Milliardenschwerer Aktientausch

Geld soll dabei keines fließen. Die Airlines tauschen stattdessen Aktien. Der jährliche Umsatz werde bei etwa 29 Milliarden Dollar liegen. Zusammen würden sie 90.000 Mitarbeiter beschäftigen und eine Flotte von 693 Flugzeugen betreiben. Den Kreisen zufolge sollen bei der Fusion 1,05 UAL-Aktien pro Continental-Anteilsschein gezahlt werden. Basierend auf den Schlusskursen von Freitag würde UAL, die Muttergesellschaft von United Airlines, rund 3,2 Milliarden Dollar (2,25 Milliarden Euro) für Continental zahlen.

Gemeinsam kann die neue Gesellschaft nun den derzeitigen Weltmarktführer und heimischen Rivalen Delta Air Lines überflügeln. Zusammen befördern Continental und United Airlines im Jahr 144 Millionen Passagiere zu 370 Zielen in 59 Ländern. Nach Angaben der "New York Times" kommt das neue Unternehmen auf einen Anteil an der weltweiten Sitzplatz-Kapazität von 7 Prozent. Delta hat 6 Prozent. Hohe Spritpreise und in der Wirtschaftskrise eingebrochene Passagierzahlen hatten die Konsolidierung in der zersplitterten Branche angestoßen.

Autorin: Marion Linnenbrink (afp, rtr, ap)
Redaktion: Martin Schrader