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Aktuell Deutschland

Union lehnt Gauck ab - Krach in der Koalition

Die Suche nach einem Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten hat zu einer Koalitionskrise in Berlin geführt. Nachdem sich die FDP für den SPD-Favoriten Gauck ausgesprochen hat, lehnte die Union den 72-Jährigen ab.

Im Ringen um den künftigen Bundespräsidenten hat sich die schwarz-gelbe Koalition über eine Kandidatur des SPD-Favoriten Joachim Gauck zerstritten. Während sich das FDP-Präsidium am Sonntag einstimmig für Gauck aussprach, lehnt die Union den DDR-Bürgerrechtler als Bewerber ab. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen von Union und FDP.

Rösler und Brüderle wollten Gauck vorschlagen

Nach der Verkündung des dritten Wahlganges gratuliert Joachim Gauck, Kandidat von SPD und Grünen für das Amt des Bundespräsidenten dem neuen Bundespräsidenten Christian Wulff am Mittwoch (30.06.2010) in Berlin. Foto: Rainer Jensen dpa

Offenbar aus dem Rennen: Joachim Gauck bei der Präsidenhtenwahl 2010

Gauck, der 2010 gegen den am Freitag zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff kandidiert hatte und unterlegen war, sei CDU und CSU nicht zu vermitteln, sagte ein hochrangiger Unionspolitiker der dpa. FDP-Chef Philipp Rösler und Fraktionschef Rainer Brüderle wollten mit dem Vorschlag für Gauck zurück in die Verhandlungen mit der Union gehen, hieß es.

A demonstrator holds a sign supporting German politician Joachim Gauck as president, as he stands in front of the Chancellery in Berlin February 19, 2012. The heads of the Germany's government coalition parties meet in the Chancellery for talks about the successor to former President Christian Wulff in Berlin. The sign reads, Citizens for Gauck. Reuters/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: POLITICS TPX IMAGES OF THE DAY)

Kommen und Gehen im Kanzleramt: FDP-Fraktionschef Brüderle, FDP-Vorsitzender Rösler und CSU-Chef Seehofer (von links)

Die von CDU und CSU vorgeschlagenen Kandidaten - der frühere EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber und der CDU-Politiker Klaus Töpfer - wurden im FDP-Präsidium abgelehnt. In der Union hieß es, trotz allem werde daran festgehalten, schnellstmöglich - noch am Sonntag oder Montag - einen parteiübergreifend anerkannten Kandidaten zu finden. Für andere Kandidaten als Gauck seien CDU und CSU offen.

ml/haz (dpa/dapd/AFP)