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Aktuell Welt

UNICEF: Wir brauchen 2,5 Milliarden Euro

Wegen der akuten Konflikte in der Welt hat das UN-Kinderhilfswerk nach eigenen Angaben einen der größten Nothilfeaufrufe seiner Geschichte gestartet. Syrische Mädchen und Jungen stehen dabei im Mittelpunkt.

Lange Zeit vom Hungertod bedrohte Bewohner der syrischen Stadt Madaja (Foto: Getty Images/AFP/L. Beshara)

Lange Zeit vom Hungertod bedrohte Bewohner der syrischen Stadt Madaja

Im Jahr 2016 würden weltweit rund 2,5 Milliarden Euro benötigt, um 43 Millionen Kinder in 63 Krisenländern mit dem Nötigsten zu versorgen und besser zu schützen, erklärte UNICEF-Direktor Anthony Lake in Genf. Insgesamt solle die Hilfe 76 Millionen Menschen - den Kindern sowie Eltern und/oder Betreuern - zugutekommen. Lake forderte Regierungen und andere mögliche Geber auf, die benötigte Summe bereitzustellen.

Jedes neunte Kind lebt in einem Konfliktgebiet

Der Hilfsbedarf habe sich in wenigen Jahren verdoppelt, hieß es bei UNICEF weiter. Inzwischen lebe "jedes neunte Kind auf der Welt in einem Konfliktgebiet". Das Risiko für diese Kinder, vor ihrem fünften Geburtstag an vermeidbaren Krankheiten zu sterben, sei etwa doppelt so hoch wie bei Kindern außerhalb von Konfliktgebieten.

UNICEF-Direktor Anthony Lake (Foto: picture-alliance/AP Photo/Mandel Ngan)

UNICEF-Direktor Anthony Lake

Die Hilfe für die Opfer des Bürgerkriegs in Syrien wird den Angaben nach 2016 die größte humanitäre UNICEF-Operation sein. Das Hilfswerk will für fünf Millionen syrische Jungen und Mädchen innerhalb und außerhalb ihrer Heimat - so etwa auch im Irak, Libanon, in Jordanien und der Türkei - eine Schulbildung finanzieren. Um Kinder und Frauen auf der Flucht innerhalb Europas besser zu schützen, wird mit einem Finanzbedarf von 28 Millionen Euro gerechnet.

"Jemen von der Weltöffentlichkeit wenig beachtet"

Hanna Singer, UNICEF-Repräsentantin in Damaskus, erklärte, Syrien sei weltweit das gefährlichste Land für Mädchen und Jungen. Kinder würden beim Spielen verletzt und getötet, viele Heranwachsende seien von den Konfliktparteien in den Kriegsdienst gepresst worden.

Weitere Schwerpunkte der Arbeit des Kinderhilfswerks sind 2016 der Jemen, Südsudan, der Sudan und die Demokratische Republik Kongo. Allein im Jemen seien "von der Weltöffentlichkeit wenig beachtet" zehn Millionen Kinder auf rasche humanitäre Hilfe angewiesen - dafür benötige UNICEF rund 166 Millionen Euro.

sti/kle (afp, dpa, epd)

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