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Syrien-Krieg

UNICEF beklagt "Horror" in Syrien

Mit Entsetzen und Wut hat das UN-Kinderhilfswerk auf den Anschlag auf einen Buskonvoi reagiert, bei dem auch mehr als 60 Kinder in den Tod gerissen wurden. Die USA ächteten ebenfalls die blutige Attacke.

"Nach sechs Jahren Krieg und Gemetzel in Syrien ist das ein neuer Horror, der das Herz eines jeden bricht, der eins hat", erklärte UNICEF-Direktor Anthony Lake in New York. "Wir dürfen uns davon nicht nur wütend machen lassen, sondern müssen unsere Entschlossenheit erneuern, unschuldigen Kindern in Syrien zu helfen."

Das US-Außenministerium sprach von einer "barbarischen Attacke". Oberste Priorität für die Vereinigten Staaten habe weiterhin die Niederschlagung von Terroristen in Syrien, einschließlich der beiden Terrororganisationen "Islamischer Staat" (IS) und Al-Kaida, sagte Ministeriumssprecher Mark C. Toner in Washington.

Anschlag auf Busse in Al-Raschidin bei Aleppo (Reuters/A. Abdullah)

Bild der Zerstörung: einer der Busse nach dem Anschlag

Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte, der einzige Ausweg aus der Spirale der Gewalt sei eine politische Lösung. "Alle, die Einfluss auf die Konfliktparteien in Syrien haben, müssen ihren Teil dazu beitragen, dass das sinnlose Morden aufhört, und zum Verhandlungstisch zurückkehren."

Täter unbekannt

Eine Autobombe hatte am Wochenende westlich der Stadt Aleppo Busse mit Flüchtlingen getroffen, die auf ihre Weiterfahrt warteten. Insgesamt seien dabei mindestens 126 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen 68 Kinder und 13 Frauen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Unklar ist, wer für den Anschlag in dem von Rebellen kontrollierten Ort Al-Raschidin verantwortlich ist. Niemand bekannte sich zu der Tat. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana sprach von einem Attentat von "Terroristen". Oppositionsaktivsten beschuldigten hingegen Regierungsanhänger, hinter dem Anschlag zu stecken.

wa/cgn (dpa, rtr)

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