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Bildung

Uni Dresden: Mit Vielfalt punkten

Der Name Technische Universität Dresden trügt. Die 200 Jahre alte Hochschule ist eine Volluniversität, die sich seit der Wende 1990 komplett neu aufgestellt hat. Nun ist sie "Elite-Uni".

Technische Universität Dresden Beyerbau (Foto: TUD/Eckold)

Internettext TU Dresden

Der Hauptcampus im Süden der Stadt ist das Studentenzentrum Dresdens. Jeden Morgen quellen Tausende junge Menschen aus Bussen und Bahnen oder schneiden mit dem Fahrrad die letzte Kurve auf das Campusgelände. Mittelpunkt ist der denkmalgeschützte Beyerbau. Von dem Klinkerbau ragt ein bemützter Turm in den Himmel, in dessen halbrunder Kuppe eine Sternwarte untergebracht ist.

Trotz der alten Klinkerbauten wirkt der Campus frisch und modern. Dafür sorgen Neubauten wie das gläserne Hörsaalzentrum. Obwohl die TU Dresden zu den größten Hochschulen Deutschlands zählt, ist alles überschaubar, schätzen die Studenten. "Es liegt alles recht nah beisammen, also die ganzen Fakultäten und Gebäude, man kommt überall gut hin", schwärmt eine Studentin von der Fakultät Verkehrsingenieurwesen. Und gerade sie muss es ja wissen.

Die TU als Volluniversität

Hörsaalzentrum der TU Dresden (Foto: TUD/Eckold)

Das moderne Hörsaalzentrum

Mit Ausnahme der Forstakademie in der Stadt Tharandt außerhalb Dresdens liegen drei große Standorte in der Nähe des Stadtzentrums Dresden. Hier lernen insgesamt 36.500 Studenten. Wer glaubt, alle würden hier Technik und Naturwissenschaften büffeln, täuscht sie. Der Name Technische Universität Dresden, kurz TU Dresden, irritiert, meint der Rektor Hans Müller Steinhagen. "Wir sind eine der ganz wenigen Volluniversitäten in Deutschland", betont er. Immerhin gibt es in Dresden 12.500 Studierende in den Geistes-, Sozial- und Gesellschaftswissenschaften.

Sie alle schätzen die Nähe der Campi zur Innenstadt, in der sie gut shoppen und in netten, kleinen Cafés sitzen können. Auch die grüne Umgebung Dresdens begeistert Studenten, wenn sie gefragt werden, warum sie gerade in dieser ostdeutschen Stadt studieren. Hauptgrund sind aber die zahlreichen Studienmöglichkeiten in den 14 Fakultäten. "Man kann sich wirklich breit aufstellen und wenn man mal viel Zeit hat, kann man auch andere Vorlesungen in seinen Stundenplan einflechten", sagt ein Biologiestudent. " Das ist der Vorteil der Volluniversität.“

Exzellenzinitiative - die besten Köpfe an der TU Dresden

OLED Labor der TU Dresden (Foto: TUD/Eckold)

An der TU herrschen exzellente Forschungsbedingungen

Seit Jahren punktet die Hochschule mit ständigem Wachstum. Studentenzahlen, Publikationen, Patentanmeldungen, Fördergelder für Forschung - überall gibt es einen Aufwärtstrend. Laut aktuellem Hochschulranking der deutschen Forschungsgemeinschaft vom Mai hat es die TU Dresden um fünf Plätze nach oben auf Platz 13 geschafft. "Mich freut besonders, dass wir in allen vier wissenschaftlichen Disziplinen, also Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Medizin und Geistes- und Sozialwissenschaften, wissenschaftliche Exzellenz aufweisen können“, betont Rektor Hans Müller-Steinhagen stolz.

Ein Netzwerk innerhalb der Universität in den 14 Fakultäten und gemeinsam mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen macht dies möglich. Nur so könne die Hochschule Professoren internationaler Spitzenuniversitäten wie Cambridge oder Harvard nach Dresden holen, meint Müller-Steinhagen. "Sie schätzen die exzellenten Forschungsbedingungen, die die Universität alleine nicht stemmen könnte." Dieses Netzwerk ist Kernstück des Zukunftskonzepts, mit dem sich die TU Dresden in der Exzellenzinitiative durchsetzen konnte.

In Europa an die Spitze kommen

Patentinformationszentrum der TU Dresden (Foto: TUD/Eckold)

Auf dem Weg zur Spitzenuniversität

Die TU Dresden hat sich mit allen vier Vollanträgen als Exzellenzuniversität durchgesetzt. Neben der Königsdisziplin, dem Zukunftskonzept, wurden zwei weitere Anträge für große Forschungsverbünde, sogenannte Exzellenzcluster bewilligt. Auch die Bewerbung mit der Graduiertenschule mit über 250 Doktoranden zum Thema Biomedizin und Biomaterialien setzte sich durch.

Der Erfolg bringt nicht nur Ehre, sondern auch Geld. In den kommenden fünf Jahren kommen etwa 170 Millionen Euro Fördergelder rein, rechnet der Rektor. Wesentlicher ist für die Universität aber die Anerkennung der Leistung der vergangenen Jahre, und und dass sie sich zu einer deutschen, ja sogar europäischen internationalen Spitzenuniversität zu entwickeln konnte.

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