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Welt

Ungewöhnlich viel Schnee in Neuseeland

Die einen freuen sich, die anderen leiden unter dem überraschenden Niederschlag: Eine Kältewelle brachte relativ große Schneemengen nach Neuseeland. Erstmals seit über 30 Jahren gab es so viel Schnee.

Radfahrer auf schneebedeckter Straße (Foto: dpa)

Vor allem der Straßenverkehr wurde beeinträchtigt

Schnee im August, das ist für Neuseeland äußerst ungewöhnlich. Obwohl auf der Südhalbkugel gerade Winterzeit herrscht, sind Unmengen an Schneeflocken in diesen Breitengraden eine Ausnahme. Und daher war die Wahrnehmung der weißen Pracht bei der neuseeländischen Bevölkerung am Montag (15.08.2011) durchaus unterschiedlich.

Gesperrte Straßen

Verschneite Hügelkette in einem Teil von Wellington (Foto: dpa)

Ungewöhnlich: Schneebedeckte Hügel in Wellington

So empfanden vor allem Autofahrer den Schneefall als sehr gefährlich. Vor allem auf der Südinsel Neuseelands gab es eine geschlossene Schneedecke. Die meisten Überlandstraßen waren unpassierbar. Die Flughäfen von Christchurch, Queenstown und Dunedin wurden geschlossen.

Auf der Nordinsel sperrte die Polizei wegen der unberechenbaren Straßenverhältnisse die Autobahn zwischen Wellington und dem rund 500 Kilometer nördlich gelegenen Auckland. In vielen Gegenden fiel selbst auf Meereshöhe noch Schnee. Die Behörden riefen die Menschen auf, möglichst zu Hause zu bleiben. In Teilen der Hauptstadt Wellington wurde die Post nicht ausgeliefert. Straßen waren geschlossen, genauso wie Schulen und andere öffentliche Einrichtungen.

Kältewelle hält an

Leute gehen bei Schneegestöber über die Straße

Neuseeländer im seltenen Schneegestöber

Grund für den heftigsten Schneefall seit über 30 Jahren war eine ungewöhnliche Kaltfront mit extrem niedrigen Temperaturen aus der Antarktis. Teilweise fielen die Temperaturen auf Minus vier Grad Celsius. Der Wetterdienst sprach von einem Schneesturm, wie man ihn nur einmal im Leben erlebt.

Zahlreiche Bewohner der neuseeländischen Hauptstadt Wellington freuten sich aber auch über das ungewöhnliche Wetterschauspiel. Schneemänner wurden gebaut und Kinder tobten durch das kalte Weiß. Zahlreiche Menschen jubelten und hielten das Ereignis mit Kameras fest. Meteorologen rechnen damit, dass die Kältewelle noch bis Mittwoch anhält.

Autorin: Marion Linnenbrink (dapd, dpa)
Redaktion: Reinhard Kleber