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Ostmitteleuropa

Ungarns Agraraußenhandel weiter im Aufwind

– Exporteinnahmen in den ersten zwei Monaten auf 347,6 Millionen Dollar gestiegen

Budapest, 30.4.2002, BUDAPESTER ZEITUNG, deutsch

Die positive Tendenz im ungarischen Agraraußenhandel hält weiter an - wenn auch mit einigen Abstrichen. Der Export stieg in den ersten zwei Monaten 2002 im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 Prozent an, der Import nahm lediglich um 7,4 Prozent zu. Das Aktiva im Agraraußenhandel lag damit um mehr als ein Viertel über der Vorjahresmarke.

Anfang des Jahres stellte sich die Frage, ob der ungarische Agraraußenhandel seine insgesamt positive Tendenz aus dem Jahre 2001 auch im neuen Jahr fortsetzen kann, denn laut Vereinbarung mit der Welthandelsorganisation (WTO) darf Ungarn ab 2002 nur noch die Ausfuhr von 16 aufgelisteten Agrarprodukten subventionieren. Nach den ersten zwei Monaten hält laut den offiziellen Daten des Landwirtschaftsministeriums (FVM) der Aufschwung im ungarischen Agraraußenhandel an. Die Exporteinnahmen in den ersten beiden Monaten des Jahres stiegen auf 347,6 Mill. Dollar an und liegen aber damit um 14,8 Prozent über den Werten von 2001. Allerdings stammt der Zuwachs ausschließlich aus dem Ostexport, denn der Agrarexport in die EU-Länder hat sich mit 152,7 Mill. Dollar im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,5 Prozent erhöht, womit sich der Anteil dieser Region auf 43,2 Prozent verringerte.

Stark gestiegen ist der Export in die CEFTA-Länder, mit insgesamt 74,6 Mill. Dollar wurden 14,4 Prozent mehr Agrarprodukte auf diese Märkte exportiert. Die Ausfuhr in die GUS-Staaten hat im Vergleich zu 2001 zwar auch um 22,4 Prozent zugenommen, bleibt mit 26,4 Mill. Dollar aber weit unter den Werten Mitte der 90er Jahre zurück.

Der ungarische Agrarimport hingegen stieg im gleichen Zeitraum nur um 7,4 Prozent auf 197,6 Mill. Dollar an. Damit erhöhte sich das Aktiva im Agraraußenhandel um 26,2 Prozent auf 150 Mill. Dollar. Der Import aus den EU-Ländern nahm um 20,7 Prozent auf 102,9 Mio. Dollar zu, die ungarische Bilanz gegenüber der EU verschlechterte sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,3 Prozent. Die Nachteile aus der WTO-Vereinbarung zeigen sich also in erster Linie im Agrarhandel mit den EU-Ländern.

Ein Vergleich der ersten beiden Monate 2001 und 2002 zeigt, dass der Export nach Deutschland um fast 20 Prozent zurückgegangen ist. Der deutsche Markt hat damit nur noch einen Anteil von 14,3 Prozent am ungarischen Gesamtexport. Zweitwichtigstes Land ist Italien mit sieben Prozent, danach folgen Russland und Rumänien. (fp)

  • Datum 02.05.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/291N
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