1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Ostmitteleuropa

Ungarn: Der Sozialisten-Vorsprung wächst

- Meinungsumfragen sehen Regierung im Aufwind

Budapest, 3.9.2002, BUDAPESTER ZEITUNG, deutsch

Die Sozialisten legen zu: Mehrere Meinungsforschungsinstitute kamen bei ihren letzten Umfragen zum Ergebnis, dass die MSZP ( Ungarische Sozialistische Partei - MD) ihren Vorsprung gegenüber dem Fidesz (Bund Junger Demokraten - MD) um zwanzig Prozent ausgebaut hat. Dieses Ergebnis ist um so überraschender, als es von Meinungsforschern verschiedener politischer Neigung bestätigt wurde. Noch überraschender ist die Tatsache, dass gleich zwei Instituten zufolge Péter Medgyessy auf der Beliebtheitsskala der Politiker den ersten Platz erklommen hat.

Nach den Messungen des Instituts Medián ist die Beliebtheit des Premiers innerhalb eines Monats um sechs, nach jenen des Instituts Tárki um vier Punkte gestiegen. Beide Institute zeigten eine stark sinkende Beliebtheit des früheren Regierungschefs, Viktor Orbán. Gemäß dem Fidesz-nahen Instituts Tárki steht der Ex-Premier auf dem 18. Platz der Beliebtheitsskala. Präsident Ferenc Mádls Popularität, der bis jetzt auf Platz eins stand, schwankt etwas. Tárki weist ihm noch immer den ersten Platz gemeinsam mit Medgyessy zu, Médián jedoch nunmehr den sechsten Rang. Was die Lage der Parteien betrifft, stieg die Beliebtheit der Sozialisten im letzten Monat um acht Prozent, während jene des Fidesz um neun Prozent sank. 45 Prozent der Gesamtbevölkerung würden jetzt MSZP wählen, nur 25 den Fidesz. Politische Beobachter ziehen daraus den Schluss, dass die Stasi-Affäre Péter Medgyessys die Bevölkerung nicht sonderlich interessiert hat, die greifbare Besserung ihrer wirtschaftlichen Situation dafür um so mehr. Dies wird bei den kommenden Kommunalwahlen am 20. Oktober sicherlich stark ins Gewicht fallen. (fp)

  • Datum 04.09.2002
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/2c33
  • Datum 04.09.2002
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/2c33