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Ostmitteleuropa

Ungarische Universität in der Slowakei bald Realität

Bratislava, 13.3.2003, RADIO SLOWAKEI, deutsch

Voraussichtlich im Herbst 2004 wird im südslowakischen Komarno eine selbständige Ungarische Universität eröffnet werden. Die Errichtung der Universität ergibt sich aus der Programmerklärung der Regierung des Premiers Dzurinda. Das Kabinett hat am Mittwoch (12.3.) den Zeitplan der Entstehung der Universität genehmigt.

Die neue Universität mit Sitz in den Räumlichkeiten der Burg von Komarno wird laut des Schulministers der Slowakischen Republik, Martin Fronc, drei Fakultäten haben: eine pädagogische, eine theologische und eine ökonomische. Der Staatsbeitrag wird jährlich 45 000 Slowakische Kronen (1078,2 Euro- MD) pro Studenten ausmachen. Es wird damit gerechnet, dass die Uni auch aus ausländischen Quellen finanziert werden wird, allerdings nicht aus Ungarn.

Den Entwurf zur Errichtung der Ungarischen Universität legte zunächst Vizepremier Pal Csaky, Mitglied der Partei der ungarischen Koalition (SMK) vor. Dieser wurde jedoch vom Premierminister Dzurinda abgelehnt, mit der Begründung, dass Vizepremier Csaky dafür nicht kompetent sei. Den neuen Plan erarbeitete Schulminister Martin Fronc. Das Projekt der Ungarischen Universität muss bis Ende März der Akkreditierungs-Kommission vorgelegt werden.

Die Unterrichtssprache an der neuen Universität wird überwiegend ungarisch sein. Ebenso die Aufnahme- und Staatsprüfungen werden in ungarischer Sprache durchgeführt. Schulminister Fronc meint jedoch, dass die Absolventen die fachliche Terminologie auch in slowakischer sowie in englischer, bzw. einer anderen europäischen Sprache beherrschen sollten.

Die Ungarische Universität in Komarno wird man nach dem weltberühmten Wissenschaftler, dem Begründer der Stressforschung Janos Selye benennen. Den kanadischen Physiologen mit österreichisch-ungarischen Wurzeln verbindet mit Komarno die Tatsache, dass er dort noch als Schulkind während des ersten Weltkrieges mit seinen Eltern lebte. (fp)

  • Datum 14.03.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3OAo
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