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Ostmitteleuropa

Ungarische Oppositionspartei Fidesz will Parlamentssitzung zum Gedenken an den Ungarnaufstand boykottieren

– Fidesz-Fraktion spricht von Parteiveranstaltung der Sozialisten

Köln, 10.10.2002, MTI

MTI, engl., 8.10.2002

Die Parlamentsfraktion der größten Oppositionspartei, der Fidesz-Ungarische Bürgerpartei, wird an der Sitzung am 23. Oktober nicht teilnehmen. Das erklärte die Pressestelle der Parlamentsfraktion am Dienstag (8.10.) gegenüber MTI mit, als sie die Entscheidung des Fraktionspräsidiums bekannt gab.

"Da der Sozialistische Parlamentspräsident sich geweigert hat, den Revolutionären von 1956 das Plenum zu überlassen, wird Fidesz an dem von der Ungarischen Sozialistischen Partei organisierten Programm nicht teilnehmen. Sie wird der Revolution der Nation in Frieden und in Würde in den Straßen gedenken, gemeinsam mit den Freiheitskämpfern, ihren Angehörigen und den Bürgern. (MK)

MTI, engl., 9.10.2002

Der Vorsitzende des Seniorpartners in der Regierungskoalition, der Ungarischen Sozialtischen Partei (MSZP), (Laszlo Kovacs – MD) hat erklärt, es sei nicht überraschend, dass sich die Abgeordneten der bedeutendsten Oppositionspartei Fidesz entschieden hätten, nicht an der feierlichen Parlamentssitzung am 23. Oktober teilzunehmen. Er sprach von einer "einzigartigen Herangehensweise an Nationalfeiertage", die Fidesz in den letzten 12 Jahren gezeigt habe, "die sich sehr von der europäischen politischen Kultur unterscheidet".

Der MSZP-Vorsitzende merkte an, die Fidesz-Abgeordneten seien einen Schritt weiter in die falsche Richtung gegangen, indem sie sich für einen demonstrativen Boykott entscheiden hätten, statt für eine unauffällige Abwesenheit. Er sagte, er glaube, der Nationalfeiertag (der an den Ausbruch der anti-sowjetischen Revolution von 1956 und die Proklamation der Republik Ungarn im Jahre 1989 erinnert) solle dazu dienen, die nationale Einheit zu stärken und kein Versuch sein, die Zerstrittenheit des Landes zu demonstrieren. (MK)

  • Datum 10.10.2002
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