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"Unfälle wird es immer geben, wo Menschen mitwirken"

Der Unfall des Transrapid in Niedersachsen, die Verschärfung der Asyl- und Ausländergesetze in der Schweiz und die Absetzung der Oper "Idomeneo" in Berlin haben die Nutzer von DW-WORLD.DE zu Meinungsäußerungen bewegt.

Grafik: Ihre Meinung

Transrapid-Unfall

Im Zeitalter hoch qualifizierter elektronischer Technik sollte es möglich sein, derartige Unfälle zu vermeiden. Auf einer Teststrecke darf einfach nicht übersehen werden, dass sich ein Montagewagen auf dieser Strecke befindet. Die Magnete sollten anzeigen können, dass ein Hindernis vorhanden ist. Unverständliche Schlamperei der Betreiber.

Günter S. Hamacher Insel Contadora, Panama

Unfälle wird es immer wieder geben, wo Menschen mitwirken. Die kleinste Unaufmerksamkeit kann kritisch werden. Es müssen mechanische Teile eingearbeitet werden, die die Strecke sperren, wenn ein Zug unterwegs ist.

Herbert Jörger

Verschärfung der Asyl- und Ausländergesetze in der Schweiz

Illegale Einwanderer beachten das Gesetz nicht. Ich frage mich, wie können das pflichtbewusste Einwohner und Bürger werden?

Paul Strebel

Leute, die aus politischen Gründen verfolgt werden, sollte weiterhin die Möglichkeit geboten werden, sich auch in einem fremden Land zu integrieren. Das soll auch heißen, dort zu arbeiten, das ist leider nicht der Fall. So hängen diese Leute finanziert durch Steuergelder den ganzen Tag herum, oder benutzen diese Zeit zu kriminellen Machenschaften, was leider nicht nur in der Schweiz der Fall ist. Ein Mensch der sich nicht im eigenen Land anpassen kann, hat auch in einem fremden Land Mühe. Die meisten wollen bessere Lebensbedingungen und mehr Wohlstand! Doch die Schweiz - damit auch Europa - ist kein Einwanderungsland! Ist kein Amerika, kein Australien, wo noch viel unbesiedeltes Land zur Verfügung steht. Früher schon war vielen Europäern unser Kontinent zu eng, und sie wanderten aus nach Amerika Kanada, Australien, Neuseeland und wie die wenig besiedelten Länder alle heißen. Doch das ist in Europa nicht der Fall. Die Entwicklungshilfe muss mehr gefördert werden, aber nicht mit einem Geldregen, den die Regierungen in diesen Länder meistens in ihre eigenen Taschen umleiteten. Die Gelder müssten besser kontrolliert und nur in Ausbildung und Weiterbildung in den Entwicklungsländern investiert werden. Denn die meisten Menschen würden gerne im eigenen Land Ihr Geld verdienen, wenn das möglich währe.

Walter Krauer

Verschärfte Gesetze machen dann Sinn, wenn sie Probleme lösen. Mit den beiden Schweizer Gesetzesrevisionen wird kein einziges Problem gelöst. Der Hunger und die Armut, aber auch die politischen Verfolgungen und die Folter bestehen weiter. Die Massnahmen, die den Willen ausreiseunwilliger Personen brechen sollen, verstossen zudem gegen Menschenrechte, und für unser Land wichtige Fragen wie diejenige nach dem Status der Sans-Papiers bleiben offen. Unnötige Härte gegen Frauen und Kinder, Schikanen, um das eigene Land für Unerwünschte unattraktiv zu machen - ziemlich beschämend für ein so reiches Land. Wieviele bedrohte und verfolgte Menschen dadurch in irgendwelche "Heimat"länder zurückgeschafft werden, wo sie mit dem Schlimmsten rechnen müssen, interessiert uns SchweizerInnen nicht.

Simone Abt

Absetzung der Oper "Idomeneo" in Berlin

Ähnlich wie bei den Mohammed-Karikaturen würde ich auch bei der umstrittenen Mozart-Inszenierung differenzieren: Die Darstellung an sich ist problematisch; dadurch könnten sich Gläubige (nicht nur Moslems!) durchaus in ihren Gefühlen verletzt fühlen. Doch gehört es nun einmal zum Wesen der Kunst zu provozieren; von modernen und aufgeklärten Menschen muss man erwarten, dass sie zwischen einer künstlerischen Aussage und ihrer eigenen religiösen Überzeugung unterscheiden können. Die Absetzung der Inszenierung als eine vorauseilende Unterwerfung unter mögliche (gewalttätige) Kritik bezeugt wieder einmal das Denkmuster einer fehlgeleiteten "political correctness": Es ist besser, unangenehme Positionen unter den Teppich zu kehren, anstatt sie offensiv zu vertreten. Diese Haltung ist ein Resultat mangelnder Zivilcourage und fördert gerade jene Intoleranz bis hin zu ihren terroristischen Spielformen, die sie beschwichtigen will. Ich hoffe, dass ein solches Beispiel nicht Schule macht.

Rudolf Weinmann

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  • Datum 29.09.2006
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