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Kultur

Unesco vereinbart Schutz von Kulturstätten in IS-Gebieten

Viele Weltkulturstätten wurden von IS-Milizen zerstört – unwiederbringlich. Jetzt hat die Unesco mit dem irakischen Kulturministerium einen Aktionsplan zum Schutz gefährdeter Kulturstätten vereinbart.

Zwei Tage lang haben sich Experten und Unesco-Vertreter in Paris getroffen, um zu beratschlagen, wie sie gefährdete Kulturstätten in ehemals von der Terrororganisation Islamischer Staat besetzten Gebieten vor der vollständigen Zerstörung bewahren können. "Wir wissen, dass der Schaden schwerwiegend ist", sagte der Vizedirektor der UN-Kulturorganisation, Francesco Bandarin, am Freitag (24.2.2017) vor der Presse in Paris.

Nimrud und Museum von Mossul sollen geschützt werden

Als Beispiele für zu schützende Stätten nannten Bandarin und der irakische Kulturminister das Museum von Mossul und den Tempel von Nimrud (Artikelbild). Die Unesco hat deshalb mit dem Irak einen Aktionsplan vereinbart. Kurzfristig werden auch finanzielle Mittel bereit gestellt, um dabei zu helfen Plünderungen und weitere Zerstörungen zu vermeiden.

Mittelfristig werden Wissenschaftler die Schäden systematisch erfassen. Langfristig soll dann die Restaurierung beschädigter Kulturgüter in Angriff genommen werden. "Es wird eine große Aufgabe sein", sagte Bandarin. Man müsse dabei eher in Jahrzehnten denken. Die Unesco und der Irak suchen dafür nun weitere Geldgeber. Dazu liefen bereits Gespräche mit der europäischen Union und der Weltbank.

hm/so (dpa, UNESCO)

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