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Deutschlehrer-Info

UNESCO-Schulen fördern Internationalität

Über 250 UNESCO-Projektschulen engagieren sich in Deutschland für nachhaltige Entwicklung, Bildung für alle, den Kampf gegen Elend und Armut, internationale Verständigung sowie das friedliche Miteinander der Völker.

Nach den Worten von Staatsministerin Maria Böhmer haben die UNESCO -Projektschulen in Deutschland eine Vorbildfunktion und Vorreiterrolle. „Die Schulen unterstützen aktiv die Ziele der Unesco und engagieren sich für eine Kultur des Friedens und für eine nachhaltige Entwicklung“, erklärte Böhmer im April 2017 nach der Schulleitertagung der UNESCO-Projektschulen im Auswärtigen Amt in Berlin.

In der Agenda 2030 werde die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und Wertschätzung kultureller Vielfalt betont. „Ich würde mir wünschen, dass viele Schulen dem Beispiel der UNESCO-Projektschulen folgen und diese Ziele noch stärker fördern. Denn sie sind entscheidend für das Zusammenleben und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, so Böhmer weiter. 

Staatsministerin Maria Böhmer (picture-alliance/dpa/U. Zucchi)

Maria Böhmer vom Auswärtigen Amt lobt die Arbeit der Projekt-Schulen

UNESCO -Ziele auf dem Stundenplan

Weltweit gibt es über 10.000 UNESCO -Projektschulen in über 180 Ländern. Ob Grundschule, Gymnasium oder Berufsschule: Jede Schulform hat die Möglichkeit, UNESCO-Projektschule zu werden. Dafür müssen die Schulen aktiv daran arbeiten, die Ziele der UNESCO, der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur, zu verwirklichen. In speziellen Unterrichtseinheiten, Projekttagen und Austauschprogrammen stellen sie Themen wie Internationalität, Toleranz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Menschenrechte und Bildung für alle oder die Überwindung von Elend und Armut in den Mittelpunkt. Inklusion ist ebenso Ziel der UNESCO-Schulen wie das Kennenlernen fremder Kulturen durch internationale Kontakte und Schulpartnerschaften.

Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, erklärte auf der Tagung: „Bildung soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch den Erwerb von Kompetenzen zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt ermöglichen.“ Schüler müssten lernen, mit Wandel und Risiken umzugehen und lernen, „welche Möglichkeiten sie haben, globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel, Wasserknappheit oder der Armut zu begegnen“, so Metze-Mangold weiter.

Ambitionierte Ziele für 2030

Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation) wurde 1946 gegründet. Das Associated Schools Project, dem die deutschen Unesco-Projektschulen angeschlossen sind, existiert seit 1953.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wurde von Staats- und Regierungschefs am 25. September 2015 in New York verabschiedet. Das Programm der Vereinten Nationen soll Menschen auf der ganzen Welt ein Leben in Würde ermöglichen und Frieden und eine intakte Umwelt schaffen. Industrie- und  Entwicklungsländer sollen gleichermaßen künftig ihr Handeln an 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung ausrichten. 

mk/suc (mit kna)

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