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Aktuell Welt

UNESCO beklagt Zerstörungen in Aleppo

Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat bestürzt auf die Zerstörung des historischen Basars in Aleppo reagiert. Der Markt war bei den Kämpfen in der syrischen Millionenstadt teilweise niedergebrannt.

Es sei ein "großer Verlust und eine Tragödie", dass die Altstadt der syrischen Wirtschaftsmetropole verwüstet worden sei, sagte der Direktor des Weltkulturerbeprogramms der UNESCO, Kishore Rao. Das alte Zentrum von Aleppo wurde 1986 in das Weltkulturerbe aufgenommen. Der historische Basar galt als einer der am besten erhaltenen in der gesamten Region.

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Rebellen: Basar in Aleppo brennt (29.09.2012)

Inmitten der Kämpfe zwischen den Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al Assad und der Rebellenarmee FSA war der Basar von einem Großbrand teilweise zerstört worden. Hunderte der Läden unter den mittelalterlichen Arkaden seien zerstört worden, berichteten Oppositionsaktivisten. Die Brandursache sei unklar. Ein Video im Internet zeigte Rauch über Aleppo. Auch darin hieß es, Geschäfte stünden in Flammen.

Auch ein Reporter der französischen Nachrichtenagentur AFP berichtete, zahlreiche Marktstände seien durch Feuer zerstört worden. Aus Kreisen der syrischen Armee hieß es laut AFP, in der Nähe des Basars habe es schwere Zusammenstöße mit Rebellen gegeben, die seit Tagen versuchten, in das Gebiet vorzudringen. Die Assad-Gegner hatten am Donnerstag eine Großoffensive in Aleppo gestartet.

Blick in den historischen Basar in Aleppo (Foto:AP/dapd).

Blick in den historischen Basar in Aleppo (Archvbild)

Seitdem toben in der strategisch wichtigen Millionenstadt im Norden Syriens heftige Kämpfe. Die Regierungstruppen beschossen in der Nacht nach Angaben von Assad-Gegnern mehrere Stadtteile. Schwere Gefechte habe es auch am Militärflughafen al-Nairab gegeben, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London berichtete. Mindestens drei Menschen - zwei Zivilisten und ein Aufständischer - seien getötet worden. Auch aus anderen Regionen Syriens wurden wieder Kämpfe und Razzien regimetreuer Kräfte gemeldet. Der im März 2011 begonnene Aufstand gegen Präsident Assad hat sich zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet. Nach Schätzungen der Opposition sind bereits mehr als 30.000 Menschen getötet worden.

wl/qu (dapd, afp, rtr)

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