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Sport

Unentschieden im arabischen Bruderduell

Tunesien und Saudi-Arabien haben sich die Punkte im arabischen Duell der Fußball-Weltmeisterschaft brüderlich geteilt. Freuen können sich darüber nur die Ukrainer.

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Al-Jaber traf auch in seinem 161. Länderspiel

Vor 66.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner WM-Arena endete ein schwaches Spiel mit 2:2 (0:1). Etwas Spannung gab es nur am Ende: Der Tunesier Radhi Jaidi rettete den "Adlern von Karthago" mit seinem Treffer in der Nachspielzeit in einer hektischen Schlussphase den unverdienten Punkt. Erst in der 84. Minute waren die Saudis durch Volksheld Sami Al-Jaber in Führung gegangen und standen dicht vor ihrem ersten WM-Sieg seit 1994.

Frankreich-Legionär Zied Jaziri hatte die Tunesier in der 23. Minute in Führung gebracht, doch die "Grünen Falken" wurden für ihre deutliche Steigerung nach der Pause durch Yasser Al-Kahtani (57.) zunächst mit dem Ausgleich belohnt. Mit dem 2:2 verpassten beide Teams die Chance, sich mit einem Auftaktsieg eine gute Ausgangsposition für den Kampf um den Einzug ins Achtelfinale zu verschaffen: Vom Unentschieden profitieren nach ihrem missratenen Debüt gegen Spanien (0:4) vor allem die Ukrainer.

Langeweile mit einem Schuss Dramatik

Jedem Team gehörte eine Halbzeit. Die tunesische Mannschaft von Trainerfuchs Roger Lemerre gab ihren ersten WM-Sieg seit 1978 aus der Hand und verspielte zugleich den ersten "Dreier" für ein afrikanisches Team bei dieser Endrunde. Mit afrikanischem Fußball-Zauber konnten die Tunesier keinen verzücken, bei den Saudis ging ohne ihre verletzten Stammstürmer Mohammed Al-Anbar und 82 Minuten auch ohne Al-Jaber auch nicht sehr viel.

WM 2006 - Tunesien - Saudi-Arabien

Jaziri eröffnete den Torreigen

Beiden Teams war die Nervosität in ihrem Auftaktspiel anzumerken: Die schwache Partie schleppte sich bis zur Halbzeit nur so dahin, zündende Ideen und heiße Tor-Aktionen blieben in der Sommerhitze aus - bis auf den artistischen Führungstreffer von Jaziri, der nach einem Freistoß den Abpraller aus sieben Metern volley nahm. Von den Nürnberger Bundesliga-Profis Adel Chedli und Jawhar Mnari war wenig zu sehen.

Der älteste Spieler genoss dem Sommerabend

Bereits zum vierten Mal in Serie ist die saudi-arabische Mannschaft, die vom Brasilianer Marcos Paqueta trainiert wird, bei einer WM-Endrunde dabei. Das Trauma liegt gerade einmal vier Jahre zurück: Bei der WM 2002 wurden die Saudis von den Deutschen mit 8:0 vom Platz gefegt. Diesmal wollen sie laut Paqueta sogar ins Achtelfinale. Dann aber müssten sie sich gegen die Ukraine und gegen Spanien noch gewaltig steigern.

Der älteste WM-Spieler der gesamten Endrunde genoss einen lauen Sommerabend: Tunesiens Torhüter Ali Boumnijel, immerhin schon 40, kam bei einem harmlosen Freistoß Tukars (37.) mit einer dankbaren Aktion wenigstens einmal ins Bild. Bei den Gegentoren war Boumnijel machtlos.

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