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Sport

Uneinsichtige Prügelklubs

Valencia und Inter erheben Einspruch gegen harte Strafen nach Massenprügelei. Friedhofsruhe in Leipzig nach Bierverbot. Und: Handbruch aus Wut über Knieverletzung - die Nachrichten.

Mario Gomez

Zwangspause für Torjäger Mario Gomez

Uneinsichtig: Valencia und Inter
Der FC Valencia hat mit Unverständnis auf die harte Bestrafung seiner Spieler reagiert und sofort Einspruch eingelegt. Sowohl die Spielersperren als auch die hohe Geldstrafe, mit denen die Europäische Fußball-Union (UEFA) auf die Massenprügelei beim Champions-League-Spiel Valencia gegen Inter reagierte, seien "unverhältnismäßig", teilte ein Klubsprecher in Valencia mit. Auch Inter Mailand reagierte mit Unverständnis auf die harte Bestrafung seiner Spieler und kündigte Einspruch an. "Dies ist weniger ein Urteil als eine Ohrfeige", klagte Inter-Präsident Massimo Moratti.
Der Valencianer David Navarro wurde für sieben Monate gesperrt. Der Ersatzspieler hatte nach dem Abpfiff der Partie dem Inter-Verteidiger Nicolás Burdisso mit einem Faustschlag die Nase zertrümmert. Valencias Kapitän Carlos Marchena für vier Spiele gesperrt. Die Inter-Profis Burdisso und Maicon erhielten Sperren für jeweils sechs Spiele. Iván Córdoba wurde für drei, Julio Cruz für zwei Partien gesperrt. Der FC Valencia und Inter Mailand müssen zudem Geldstrafen von je 250.000 Schweizer Franken (155.000 Euro) zahlen.
Die Sperren gelten nur für Spiele der Champions League und des UEFA-Pokals. Im Fall des Faustschlägers Navarro will die UEFA jedoch beim Weltverband FIFA den Antrag stellen, die siebenmonatige Sperre auf alle anderen Wettbewerbe einschließlich der spanischen Liga auszudehnen. Der FC Valencia trifft im Viertelfinale auf den FC Chelsea.


Torjäger Gomez: Aus Ärger auch noch die Hand gebrochen
Aus Ärger über seine Knieverletzung hat sich Torjäger Mario Gomez vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart auch noch die Hand gebrochen. Der Nationalstürmer hatte am Samstag beim 0:0 gegen den VfL Wolfsburg vor lauter Wut gegen den Medizinkoffer geschlagen, als er wegen seiner Knieverletzung auf dem Platz behandelt wurde. Der VfB bestätigte am Donnerstag einen Bericht der "Stuttgarter Nachrichten", wonach sich Gomez dabei die Hand gebrochen hat und mittlerweile einen Gips trägt. Gomez muss mit einer Zwangspause von mindestens sechs Wochen rechnen.


Hitzfeld bleibt bei Bayern
Ottmar Hitzfeld bleibt über die Saison 2006/07 hinaus Trainer des deutschen Fußball-Meisters Bayern München. Der 58-Jährige hat beim 20-maligen deutschen Titelträger überraschend einen Vertrag bis zum 30. Juni 2008 unterzeichnet. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt. Hitzfeld, der die Bayern bereits von 1998 bis 2004 betreute, hatte den Posten Ende Januar von Felix Magath übernommen und zuletzt immer wieder betont, nur bis zum Ende der laufenden Spielzeit zur Verfügung zu stehen.


Rangers protestieren gegen Polizei-Einsatz
Der schottische Rekordmeister Glasgow Rangers reicht nach dem harten Polizeieinsatz bei seiner 0:1-Niederlage im UEFA-Cup-Rückspiel beim CA Osasuna Pamplona offiziell Beschwerde bei der Europäischen Fußball-Union ein. Die spanische Bereitschaftspolizei war während der Begegnung im Rangers-Block aufmarschiert, nachdem es dort zu Handgreiflichkeiten zwischen Heim- und Gästefans gekommen war.


Schalke verlängert vorzeitig mit Slomka
Mirko Slomka bleibt bis 2009 Cheftrainer beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04. Zwei Tage vor dem Spitzenspiel gegen den Tabellendritten VfB Stuttgart gab der Spitzenreiter die Vertragsverlängerung bekannt. Slomka war am 4. Januar 2006 als Nachfolger von Ralf Rangnick vom Co-Trainer zum Chefcoach befördert worden. Derzeit führen die Schalker mit drei Punkten Abstand auf Werder Bremen die Bundesliga-Tabelle an und haben Aussicht auf die erste deutsche Meisterschaft seit 49 Jahren.


Kapitalerhöhung bei Juventus
Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin will angesichts der bevorstehenden Rückkehr in die erste Liga durch eine Kapital-Erhöhung von 100 Millionen Euro die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Das gab der Klub am Mittwoch bekannt. Der wegen der Verwicklung in den Manipulationsskandal zum Zwangsabstieg verurteilte Traditionsklub, dem einige Stars wie Gianluigi Buffon, Pavel Nedved, David Trezeguet und Alessandro del Piero auch in der zweiten Liga die Treue gehalten haben, führt derzeit die Tabelle der Serie B an.


Leipzig ohne Bier: Friedhofsstimmung
Der durch Krawalle in die Schlagzeilen geratene Fußball-Traditionsverein 1. FC Lok Leipzig sorgt wieder einmal für Kopfschütteln. Trainer Rainer Lisiewicz beklagt die nach den Ausschreitungen vom 10. Februar bei den Sechstliga-Partien fehlende Stimmung im heimischen Bruno-Plache-Stadion, und glaubt darum an bessere Leistungen seiner Mannschaft in Auswärtsspielen. "Das neue Alkoholverbot im Stadion hemmt offenbar die Fans", meinte der 57-Jährige gegenüber der Bild-Zeitung: "Daheim war's ja zuletzt fast wie auf dem Friedhof." (wga)